Touristenfallen rund um die Welt

Egal wie erprobt du im Reisen auch sein magst, wie viele Stempel dein Reisepass zählt oder wie oft du den Äquator schon überquert hast – jeder von uns wurde sicherlich schon mal abgezogen, egal ob auf Mallorca oder in Hồ Chí Minh. Wer aussieht wie das klassische Reiseopfer und jedem noch so trügerischen Wort Glauben schenkt, der darf auch manchmal über sich selbst lachen. Und erkennt dabei die eine oder andere Geschichte wieder. 😉

Der Klassiker – „Taximeter ist kaputt“

Diese Touristenfalle ist ein weltweites Phänomen. Aus dem Flughafen getreten winken dir schon die ersten dubiosen Taxifahrer mit unschlagbaren Angeboten und preisgünstigen Fahrten, am liebsten durch die ganze Stadt. Fragst du nach dem Preis, lenken sie gekonnt ab, denn „cheap, cheap“ sind sie alle. Wer ohne Preisverhandlung einsteigt hat schon verloren, denn schon tippen sie mit ihren Fingern auf den Taximeter „sorry, but not working“. Von wegen … Wer den Trick der Taxifahrer kennt, kennt auch die Misere die dieser nach sich zieht. In so mancher Innenstadt werden dir mindestens zehn Taxitüren vor der Nase zugeknallt, bevor jemand tatsächlich widerwillig seinen Meter einschaltet.

Unser Tipp: Wenn du nicht für hitzige Diskussionen mit Taxifahrern geboren bist, dann erkundige dich zumindest bei deinem Hotel, was eine Fahrt in etwa kosten soll. So kannst du wenigstens ungefähr abschätzen, in welchem Ausmaß du abgezogen wirst.

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Das verfluchte Armbändchen

Schneller als der Blitz und schneller als du ein Foto vom Eiffelturm schießen kannst, wurde dir schon ein Armband ums Handgelenk geknüpft. Beliebte Orte dafür sind die belebte Treppe vor dem Sacré Coeur in Paris, die hektische Straße La Rambla in Barcelona sowie andere Hotspots in europäischen Städten.

Das Problem dabei ist, dass das unerwünschte Souvenir jetzt an deiner Hand hängt und nicht einfach dankend abgelehnt werden kann. Also entweder zahlen oder sich unauffällig aus der Affäre beziehungsweise aus dem Armband schmuggeln.

Unser Tipp: Hände in die Hosentaschen und auf seine Umgebung achten. Wer ziellos durch die Gegend schlendert und nicht aufpasst, ist schnell das perfekte Opfer für diverse Touristenfallen.

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Ohne Helm durch Bali

Bali ist der Hotspot schlechthin und ohne Motorrad sitzt man fest. Daher füllen sich die Straßen mit Touristen in luftigen Tank-Tops und wallendem, vom Meer gebleichtem Haar, denn Helme suchst du teilweise vergeblich. Rollerfahren gehört in Asien einfach dazu, trotzdem darf die Gefahr dabei nicht unterschätzt werden. Ein Helm empfiehlt sich alleine zwecks der Unfallgefahr, auch wenn du selbst glaubst du wärst Sebastian Vettel auf zwei Rädern. Wer zusätzlich auch noch Geld sparen möchte, sollte sich einen Helm zulegen, auch wenn darunter der Lässigkeitsfaktor etwas leidet. Denn „Bule“ (so werden westliche Menschen in Indonesien genannt) stehen „helmlos“ bei der Polizei ganz oben auf der Liste.

Heißer Tipp: Neben deinem Helm solltest du auch deinen internationalen Führerschein dabei haben. Den lieben die indonesischen Polizisten nämlich heiß und dieses Stück Papier ist unter den nachlässigen Touristen eine wahre Rarität.

Heißer Tipp 2: Immer eine zweite Geldtasche mit nur ein paar wenigen Scheinen dabei haben. So kannst du zeigen, dass du leider einfach nicht mehr Geld hast.

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Cheese & Chocolate statt Infinity-Abzocke

Ein absoluter Geheimtipp befindet sich in Singapur, genauer gesagt im berühmten Marina Bay Sands. Aber nein, wir sprechen nicht vom allseits bekannten Infinity Pool, sondern unser süßes Geheiminis befindet sich zwei Stockwerke darunter. Nämlich im Club55 – der Cheese & Chocolate Bar. Für umgerechnet 30€ kannst du hier so viel Käse und Schokolade essen, wie dein Bauch verträgt. Mit einer fantastischen Aussicht über Singapur dinierst du hier beinah alleine, denn der 55. Stock des Marina Bay Sands steht immer noch im Schatten des Infinity Pools. In diesem dürfen nämlich ausschließlich Hotelgäste baden. Und wer das überfüllte Pool lediglich von weiten sehen möchte, zahlt saftige 15€ Eintrittsgebühr für das Observation Deck. Da bleiben wir eindeutig lieber am Schokoladenbuffet. 😉

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Panoramablick im Sparmodus

Bleiben wir bei den tollen Ausblicken. Ständig eilen wir planlos zur höchsten Sehenswürdigkeit einer Stadt, um von dort nicht nur die beste, sondern auch die teuerste Aussicht zu haben. 17€ zahlen Touristen doch tatsächlich, um auf den Petronas Twin Towers zu stehen, 15€ um den Dom in Florenz zu besichtigen oder 13€ für den Fernsehturm in Berlin und das inkludiert teilweise auch noch endlose Warteschlangen. Aber hast du schon mal daran gedacht, einfach einen anderen Blickwinkel zu probieren und dabei auch noch das Wahrzeichen der Stadt im Auge zu haben?

Unser Tipp: Probiere doch mal eine Rooftop-Bar. Vom Traders Hotel in Kuala Lumpur oder der geheimen Heli Lounge Bar genießt du einen traumhaften Ausblick auf die Petronas Towers und genießt statt einem saftigen Eintrittspreis lieber einen kühlen Cocktail und das auch noch auf einem Helikopter Landeplatz. In Florenz empfiehlt sich das Café La Terrazza im Einkaufszentrum la Rinascente und in Berlin entweder der Klunkerkranich oder die noch nicht so überfüllte Beach Bar DECK5.

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So schön du auch sein magst, die Rose ist vermutlich nicht kostenlos…

Ein weiterer Klassiker sind die gerissenen Rosenverkäufer in den europäischen Metropolen. Schmeichelnd scheinen sie jeder Dame mit einer wunderschönen, oder manchmal auch weniger schönen, Rose den Hof machen zu wollen. Bei diesem Flirtversuch bezahlt aber immer jemand, entweder die Dame selbst oder der männliche Begleiter. Daher solltest du am besten keine Geschenke annehmen, es sei denn, du möchtest dafür auch ordentlich bezahlen.

Unser extra Tipp: „You are the love of my life“ kommt vielen Einheimischen vermutlich öfters als einmal am Tag über die Lippen. Sei also mit Urlaubsflirts jeder Art auf der Hut. Auch wenn der braungebrannte Surflehrer noch so charmant zu sein scheint, er weiß genau was er tut.

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Die Liste ist endlos und so individuell wie die Tricks der Abzocker. Jeder hat seine eigene Strategie, um ahnungslose Touristen in seine gewitzten Fallen zu locken. Die meisten zaubern uns ein Schmunzeln ins Gesicht, entweder weil wir selbst schon abgezogen wurden oder weil die Kreativität kaum ein Ende zu nehmen scheint.

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