Cinque Terre – 5 traumhafte italienische Dörfer

Bunte Häuser, steile Klippen, enge Gassen – das ist Cinque Terre. Die fünf Dörfer Riomaggiore, Manarola, Corniglia, Vernazza und Monterosso al Mare wirken wie aus einer anderen Welt. Wie ihr das Weltkulturerbe innerhalb eines Tages entdecken und so viel wie möglich erleben könnt? Wir verraten es euch!

Da die Region Cinque Terre mit dem Auto nur schwer erreichbar ist und auch nur wenige Übernachtungsmöglichkeiten bietet, ist es ratsam, in der nahegelegenen Stadt La Spezia zu nächtigen. Von dort kann man einfach und bequem mit dem Zug nach Cinque Terre fahren.

Tipp: Empfehlenswert ist der Kauf der Cinque Terre Card, in der neben dem Zug auch die Nutzung der Wanderwege, die die fünf Dörfer miteinander verbinden, und Minibusse inbegriffen ist.

1. Monterosso al Mare

Mit 1.400 Einwohnern ist Monterosso al Mare nicht nur das größte der fünf Dörfer sondern auch das weitläufigste. Mit dem Zug ist man innerhalb von 25 Minuten dort. Monterosso, wie es von den Italienern genannt wird, erstreckt sich über zwei Buchten und ist vor allem in den Sommermonaten ein beliebter Badeort. Hier gibt es im Unterschied zu den vier anderen Orten auch vergleichsweise viele Unterkünfte. Wer hofft, die von Bildern bekannten Häuser an den Klippen zu sehen, wird in Monterosso enttäuscht. Der Ort ist wie gesagt weitläufig aber dennoch sehr nett und einen Besuch wert! Die Altstadt von Monterosso al Mare weiß nämlich dennoch mit ihren bunten Häuser, enge Gassen und zahlreiche kleinen Cafés, die zu Espresso und Cappuccino einladen, zu überzeugen.

Monterosso al Mare © Christine Gruber

Monterosso al Mare © Christine Gruber

2. Vernazza

Mit dem Zug geht es weiter nach Vernazza, dem angeblich schönsten Ort der Cinque Terre. Hier werden alle Cinque Terre Träume und Vorstellungen wahr! Denn direkt am Hafen ragen die oft fotografierten und beeindruckenden hohen und bunten Häuser in die Höhe. Während man das Dorf erkundet, sollte man auch unbedingt des Castello Doria besuchen. Für einen kleinen Eintrittspreis kann man die atemberaubende Aussicht auf Vernazza sowie die ligurische Küste genießen. In den engen Gassen Vernazzas kann man neben Souvenirs natürlich auch italienische Feinkost kaufen oder in einem der Restaurants einkehren. Das berühmte italienische Gelato darf natürlich auch nicht fehlen.

Vernazza © Christine Gruber

Vernazza © Christine Gruber

Mein Tipp: Die Gelateria il Porticciolo im Hafen von Vernazza.

Gelateria il Porticciolo © Christine Gruber

3. Corniglia

Um Corniglia zu besuchen, muss man erst mal sportlich sein. Dieses Dorf liegt nämlich im Gegensatz zu seinen Nachbarn nicht am Meer sondern auf einem 100 Meter hohen Felsvorsprung. Ist man oben angekommen, erwarten einen neben den typisch farbenfrohen Häusern und engen Gassen auch ein wunderbarer Ausblick. Corniglia unterscheidet sich von den vier übrigen Orten der Cinque Terre und gerade deshalb sollte man es auch unbedingt besuchen! An allen Ecken und Enden wird man hier mit einem atemberaubenden Ausblick auf das blaue Meer und die schroffe Küste belohnt. Wem die zahlreichen Stufen zu anstrengend sind, der kann übrigens den Shuttlebus nutzen, der den Bahnhof mit dem Ortskern verbindet (die Nutzung ist in der Cinque Terre Card inbegriffen).

Corniglia © Christine Gruber

Corniglia © Christine Gruber

4. Manarola

Der vorletzte Ort auf der Tagestour durch Cinque Terre ist das wirklich fotogene Manarola. Hier erwartet einen wieder eine atemberaubende Kulisse bestehend aus hohen bunten Häusern, die sich direkt an einer Klippe aufreihen. Ein Bild wie aus einem Traum! Geht man ein kleines Stück des Wanderweges, der Corniglia mit Manarola verbindet, hat man einen perfekten Blick auf den Ort und kann von dort aus das klassische Postkartenmotiv ablichten.

Manarola © Christine Gruber

Manarola © Christine Gruber

5. Riomaggiore

Nicht weniger atemberaubend ist Riomaggiore, angeblich der älteste Ort der Region, der auch dem Ausgangspunkt La Spezia am nächsten ist. Neben der charakteristischen Architektur aus hohen, bunten Häusern und engen Gassen wird das Bild noch durch die gestapelten Fischerboote vervollständigt.

Riomaggiore © Christine Gruber

Mein Tipp: Falls sich der Hunger meldet empfehle ich eine Pizza im Ristorante Veciu Muin. Molto Bene!

Pizza im Ristorante Veciu Muin © Christine Gruber

Spaziert man in den Hafen hinunter, kann man von einem der zahlreichen Felsen sowohl den Blick aufs rauschende Meer genießen als auch auf Riomaggiore. Während langsam die Sonne untergeht, kann man die Eindrücke des Tages Revue passieren lassen und sich der Einzigartigkeit dieser Region bewusst werden.

Riomaggiore © Christine Gruber

Zu Fuß unterwegs

Dank der guten Zugverbindung ist ein Besuch aller fünf Dörfer auch innerhalb eines Tages gut zu schaffen. Für alle, die länger als einen Tag Zeit haben, empfehlen sich die Wanderwege, die die Dörfer miteinander verbinden. Der berühmteste von ihnen, der Via dell’ Amore zwischen Manarola und Riomaggiore. Er ist fast vollständig aus Fels gehauen und soll ganz wunderbare Ausblicke bieten. Leider war er bei meinem Besuch in der Region aber gesperrt. Aber auch die Wege zwischen den anderen Dörfern sollen sehr empfehlenswert sein. Wichtig ist nur, sich vorab über mögliche Wegsperren zu informieren und vor allem bei Hitze genügend zu trinken dabei zu haben.

Küste Cinque Terre © Christine Gruber

Nicht von dieser Welt

Cinque Terre ist ein wahres Highlight und wird garantiert jeden begeistern! Worte können nicht einmal ansatzweise beschreiben, wie schön die Region ist. Monterosso al Mare, Vernazza, Corniglia, Manarola und Riomaggiore wirken mit ihren bunten und hohen Häusern wie aus einer anderen Welt. Nur schwer kann man sich von dem traumhaften Anblick der auf den Klippen thronenden Häusern wieder losreißen.

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