Toskana – Leidenschaft im Herzen Italiens

Der schiefe Turm von Pisa, ein Kochkurs in Florenz oder ein lohnenswerter Abstecher nach San Marino. Bloggerin Viktoria verrät euch, was ihr in der Toskana unbedingt gemacht haben müsst.

Bereits vier Mal habe ich die Toskana besucht, bereist, und mich immer wieder neu in sie verliebt: In die unzähligen Details, die engen Gässchen, die alten Stadtmauern, das beste Gelato, die weiten Landschaften, die Burgen, den Wein, die Spaziergänge in den Sonnenuntergang hinein, … Ach, bella Italia – ich träum’ fast jede Nacht von dir!

Typisches toskanisches Gässchen © Shutterstock.com

Heute möchte ich euch auf einen Roadtrip durch diese wundervolle Region Italiens mitnehmen, also einsteigen, anschnallen und los geht’s:

Lucca – klein, aber oho

Unser erster Stop ist die kleine, und auch relativ unbekannte Stadt Lucca westlich von Florenz. Besonders bekannt ist die Stadt wegen seiner gut erhaltenen Stadtmauern, die sich optimal für einen schönen Spaziergang anbieten.

Blick auf Lucca © Shutterstock.com

Schief, schiefer, Pisa

Wer kennt ihn nicht – den berühmten schiefen Turm von Pisa. In weniger als einer halben Stunde von Lucca bist du bereits in „Downtown“ Pisa. Der Turm ist von allen Seiten gut angeschrieben und lässt sich somit quasi nicht verfehlen.

Der Turm lässt sich übrigens auch besichtigen, allerdings kostet der Eintritt auf das schiefe Bauwerk mittlerweile 18€ und die Tickets sind begrenzt. Im Inneren des Turms geht dann eine Treppe hinauf und man spürt wie schief der Turm wirklich ist. Der Ausblick von oben lohnt sich – für diejenigen mit Höhenangst: Bitte lieber unten bleiben.

Wer entdeckt den schiefen Turm von Pisa? © Viktoria Urbanek

Über den Dächern von Pisa © Shutterstock.com

Florenz – das Herz der Toskana

Ponte Vecchio, il Duomo, i Uffizi, Basilica di Santa Maria Novella, Palazzo Piti, … und wie sie alle heißen.

Neben den klassischen „musts“ gibt es in Florenz aber noch einige andere Highlights, die das Herz eines jeden leidenschaftlichen Essers höher schlagen lassen. Die typischen Kochkurse gibt es in beinahe jeder Stadt – aber hast du schon einmal dein eigenes Eis mit Zutaten, die du zuvor am Markt eingekauft hast, gemacht? Oder einen Tagesausflug in die Weinberge unternommen, um danach in einem uralten unterirdischen Keller bei verschiedensten Weinsorten neue Bekanntschaften zu schließen? Oder traust du dich über deinen Schatten zu springen und einen Segway zu mieten und durch die Straßen zu flitzen?

Schlemmen in Italien geht leicht: Bruschetta © Viktoria Urbanek

Ein kleiner Tipp zum Zeitsparen: Der Duomo – also der Dom zu Florenz – ist von außen ein Meisterwerk und prächtig dekoriert. Innen ist er – ehrlich gesagt – ziemlich langweilig und schlicht. So zahlt es sich nicht aus die laaaaaaaange Warteschlange dafür in Kauf zu nehmen.

Von außen auf alle Fälle "hui!", der Dom von Florenz © Shutterstock.com

Der Dom zu Florenz © Viktoria Urbanek

Mein Vorschlag: Ein Eis schlemmen gehen.

Mittelalterliches Siena

Der Piazza del Campo zählt zu den meist besuchten Plätze in Italien und wurde auch von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt. Der Platz sieht aus wie ein Fächer und hängt eher schief in der Stadt. Zweimal im Jahr findet hier das Palio de Siena-Pferderennen statt, wo sich die begeisterten Zuseher fast niedertrampeln. So voll wird es an diesen Tagen hier.

Piazza del Campo, Siena © Shutterstock.com

Siena © Viktoria Urbanek

Verirrt euch in den kleinen Seitengässchen und besucht auch die Kathedrale – die im Gegensatz zu der in Florenz – auch innen sehenswert ist.

Die Kathedrale von Siena © Viktoria Urbanek

Einmal in Chianti in einer Burg übernachten

Wer hat noch nicht davon geträumt? Sich einmal im Leben wie ein Ritter oder ein Burgfräulein zu fühlen und in feinen Gemächern zu nächtigen. Natürlich mit Himmelbett und Ritterrüstungen als Deko inklusive.

In der berühmten Wein Region Chianti werden diese Träume Wirklichkeit. Abends bietet sich eine Verkostung der edlen Tropfen auch bestens an.

Mittelalterlich nächtigen in Chianti © Viktoria Urbanek

Übernachten in einer Burg © Viktoria Urbanek

Ein kleines Highlight: San Marino

Der älteste Republik der Welt einen Besuch abstatten lässt sich übrigens optimal in den Roadtrip durch die Toskana einbauen. Winzig klein, wundervoll mittelalterlich und wahrlich ein paar Stunden deiner Zeit wert.

Tipp: Wenn du einen Stempel für deinen Reisepass möchtest, dann schau in der Touristeninformation vorbei. Für 5€ bekommst du einen Stempel in den Pass.

San Marino © Viktoria Urbanek

Der Palast von San Marino © Shutterstock.com


Checkliste für deinen Roadtrip durch die Toskana

  • Kreditkarte oder Kleingeld für die Autobahnmaut bereithalten
  • Audiokabel einpacken, um im Auto deine Lieblingsmusik zu hören
  • Hotel mit Parkplatz aussuchen – denn die Parkplatzsuche kann oft mühsam und teuer werden
  • Offline Navigations Apps für Smartphone oder Tablet herunterladen – und auch gleich die richtige Karte bereits zuhause aufs Gerät laden. Das spart Roaminggebühren im Ausland
  • Autoladekabel fürs Smartphone oder Tablet: denn die Navigation frisst einiges an Akku.

Warst du schon einmal in der Toskana? Was war dein liebster Flecken dort?

Hinterlasse mir deine Gedanken in den Kommentaren,