Prag – Die „Goldene Stadt“ an einem Wochenende erleben

Wer noch nie in Prag war, der sollte den Besuch in dieser zauberhaften Stadt unbedingt auf die Liste der nächsten Reiseziele setzen! Bloggerin Christine nimmt euch mit in die „Goldene Stadt“.

Warum die tschechische Hauptstadt den Beinamen „Goldene Stadt“ trägt, wird spätestens nach einem Spaziergang durch die berühmte Prager Altstadt klar. Mindestens genauso schnell wird einem bewusst, warum Prag das ideale Ziel für einen Wochenendtrip ist: Es liegt nicht nur relativ nahe, sondern ist auch einfach wahnsinnig beeindruckend, abwechslungsreich und köstlich!

Möglichkeiten nach Prag zu reisen gibt es viele. Auto, Flugzeug, Zug oder Bus. Aufgrund seiner Nähe zu Österreich ist Prag mit allen Verkehrsmitteln relativ schnell und unkompliziert zu erreichen. Egal wie man anreist, sobald man dort ist, liegt einem der Duft von Tridelník (Baumkuchen) in der Nase und man wird das Gefühl nicht los, in die Vergangenheit gereist zu sein.

Blick auf die Prager Burg © Christine Gruber

Die Altstadt von Prag

DAS Highlight Prags ist natürlich die Altstadt, mit ihrem Altstädter Ring, der Astronomischen Uhr, der Teynkirche, dem Wenzelsplatz, ihren historischen Häusern und engen Gassen. Kein Wunder, dass die UNESCO die Prager Altstadt zum Weltkulturerbe erklärt hat. Denn hier ist wirklich alles schön. Beim Spaziergang durch die Altstadt wird übrigens auch klar, warum Prag als „Goldene Stadt“ bekannt ist. Denn die Dächer und Türme der zahlreichen Kirchen und historischen Gebäude sind mit Gold verziert und funkeln bei Sonnenschein majestätisch. Prag weiß aber noch mit viel mehr  zu begeistern als mit schönen Dächern. Denn egal durch welche Straße man spaziert, an allen Ecken und Enden finden sich verborgene Schätze, die einen Aufenthalt in Prag unvergessen und zu etwas Besonderem machen. So sollte etwa auch das Jüdische Viertel mitsamt der Synagoge und Europas ältestem noch existierenden jüdischen Friedhof auf keinen Fall ausgelassen werden!

Die belebten Gassen Prags © Christine Gruber

Altstädter Ring und Rathaus und der St. Veits Dom © Christine Gruber

Astronomische Uhr © Christine Gruber

Teynkirche © Christine Gruber

Schöne Häuserfassaden soweit das Auge reicht © Shutterstock.com

Karlsbrücke – Spaziergang über die Moldau

Nach dem Besuch der Altstadt geht es zu einem weiteren Highlight der Stadt – der Karlsbrücke. Die im 14. Jahrhundert errichtete Brücke über die Moldau ist ein wahrer Besuchermagnet. An schönen Tagen kann es sich hier schon mal stauen. Zahlreiche Künstler verkaufen auf der Brücke ihre Werke oder bieten die Möglichkeit an, sich zeichnen zu lassen. An beiden Seiten der Brücke finden sich insgesamt 30 Heiligenstatuen, die im Laufe der Jahre zu einer wahren Pilgerstätte geworden sind. So soll es zum Beispiel Glück bringen, wenn man die Statue des Heiligen Johannes von Nepomuk berührt. Ein weiteres Highlight sind die Brückentürme am Beginn beziehungsweise Ende der Karlsbrücke sowie die Sicht auf die Prager Burg, dem nächsten Stopp.

Karlsbrücke © Christine Gruber

Links einer der Brückentürme der Karlsbrücke © Christine Gruber

Es soll Glück bringen, wenn man die Statue des Heiligen Johannes von Nepomuk berührt.© Christine Gruber

Blick auf die Prager Burg © Christine Gruber

Prager Burg – Aufstieg zu einer majestätischen Aussicht und viel Kultur

Über die Karlsbrücke gelangt man zur Prager Kleinseite, dem Stadtteil, in dem sich der Hradschin mit der Prager Burg findet. Über die Schlosstreppen geht es hinauf zum riesigen Burgkomplex. Das im 9. Jahrhundert erbaute Burgareal ist das weltweit größte Bauwerk ihrer Art und war Sitz von Herzögen, Königen, Kaisern und Staatspräsidenten. Bei Schönwetter bietet sich eine herrliche Aussicht auf die Stadt und deren Umgebung. Oben angekommen kann man sich täglich zu jeder vollen Stunde die traditionelle Wachablöse am Burgtor ansehen oder die unzähligen Museen besuchen. So kann man unter anderen auch den barocken Königspalast, die St.-Georgs-Basilika, die Heilig-Kreuz-Kapelle, die Burggalerie oder das Belvedere, das Lustschloss der Königin Anne, besichtigen. Rund um die Prager Burg finden sich zudem die Gartenanlagen, die zu einer kurzen Verschnaufpause einladen.

Die Aussicht von der Prager Burg © Christine Gruber

St. Georgs Basilika © Christine Gruber

Das Burgtor der Prager Burg © Christine Gruber

Das beeindruckendste auf dem Hradschin ist ganz klar der St.-Veits-Dom, der ein wenig an den Dom in Mailand erinnert. Die Katedrála sv. Víta, wie der Dom auch genannt wird, ist das größte Kirchengebäude Tschechiens und sowohl von außen als auch innen sehr beeindruckend. Allerdings muss man sich an schönen Tagen auf etwas längere Wartezeiten einstellen.

St. Veits Dom © Christine Gruber

Alchimistengasse – Das Goldene Gässchen

Eine der größten und bekanntesten Sehenswürdigkeiten neben der Prager Burg ist das Goldene Gässchen oder auch Alchimistengasse genannt. Die Gasse mit ihren elf kleinen Häuschen aus dem 16. Jahrhundert erlangte Berühmtheit, da unter Aufsicht Kaiser Rudolf II. Alchimisten versucht haben sollen, künstliches Gold sowie den Stein der Weisen zu erzeugen. Einen Besuch des Gässchens kann ich nur bedingt empfehlen. Wenn man ohnehin ein Ticket für die Prager Burg oder den St.-Veits-Dom kauft, ist der Besuch der Gasse inkludiert. Hat man dieses nicht, muss man sich eines kaufen, denn einfach so durch das Goldene Gässchen zu spazieren wird einem verwehrt. Und das lohnt sich meiner Meinung nach nicht wirklich. Die Häuser, die man betreten konnte, machten nämlich einen etwas heruntergekommen Eindruck, etwa das Foltermuseum sowie das Gefängnis.

Goldenes Gässchen © Shutterstock.com

Schifffahrt auf der Moldau

Viel empfehlenswerter ist hingegen eine Schifffahrt auf der Moldau. Von Bord aus hat man einen tollen Blick auf die Karlsbrücke, die Prager Burg sowie die wunderschönen Altstadtbauten Prags.

Eine Schifffahrt die ist lustig und auf der Moldau besonders schön © Christine Gruber

Doch nicht nur die Stadt Prag kann überzeugen sondern auch das kulinarische Angebot kann sich sehen lassen! Nicht nur die traditionellen Restaurants mit ihrer großen Auswahl an tschechischer Hausmannskost wie Kartoffelsuppe oder Schweinebraten laden zu gemütlichen Stunden ein sondern auch die Desserts, allen voran das Tridelník. Das traditionell slowakische Gebäck, das an Baumkuchen erinnert, wird auf Stöcken gebacken und mit Zucker und Nussraspeln bestäubt. An zahlreichen Ecken finden sich Stände, an denen man die Köstlichkeit um umgerechnet circa zwei Euro vernaschen kann.

Die beeindruckenden Gebäude gepaart mit den vielen kleinen Ecken und netten Plätzchen sowie den köstlichen Schmankerl machen Prag zu einem wahren Muss! Die Nähe zu Österreich sowie die relativ leichte und schnelle Erreichbarkeit komplettieren die Argumentation für ein Wochenende in dieser beeindruckenden Stadt.