Montenegro – ein Paradies abseits des Massentourismus

Es muss nicht immer Kroatien sein. Denn auch das Nachbarland Montenegro begeistert mit glasklarem Meer, entzückenden Städten und spannenden Unternehmungen – kurzum: Montenegro steht für einen rundum gelungenen Urlaub!

Es fällt mir nicht leicht über Montenegro zu schreiben. Aber nicht, weil es so unspektakulär wäre oder gar langweilig. Montenegro ist alles anders als das. Es steckt voller Überraschungen, echter Abenteuer und es macht so viel Spaß das Land zu erkunden. Und es ist noch relativ unbekannt – und das soll auch so bleiben. Trotzdem möchte ich euch mitnehmen und euch zeigen, was dieses wundervolle Land zu bieten hat. Und dann bitte ich euch so bald wie möglich nach Montenegro zu fliegen und es zu besichtigen bevor der Massentourismus Überhand nimmt.

Alte Mauern treffen auf glasklares Meer © Viktoria Urbanek
Alte Mauern treffen auf glasklares Meer

Mittelalterliches Budva

Enge Gässchen, winzige Cafes und ein wundervoller Blick aufs Meer erwarten euch in der Küstenstadt Budva. Gerade die Stari Grad – also die Altstadt gleicht einer Reise durch die Zeit. Wie im Mittelalter schlängeln sich die Straßen auf den scheinbar viel zu kleinen Landvorsprung umringt vom Meer. Besonders zu empfehlen ist ein Besuch der Zitadelle mit einer wunderschönen Weitsicht.

Die Hafenstadt Budva ... © Viktoria Urbanek
Die Hafenstadt Budva …
... liegt direkt am Meer © Viktoria Urbanek
… liegt direkt am Meer

Dieses Städtchen gilt als Zentrum Montenegros, wenn auch gleich es nicht die Hauptstadt ist. (Die eigentliche Hauptstadt Podgorica ist leider wirklich nicht sehr ansehnlich.) Ich empfehle euch während eures Aufenthaltes hier ein Zimmer zu nehmen und dann Tagestouren zu unternehmen. Das gelingt auch sehr einfach, da Montenegro an sich nicht sehr groß ist.

Budvar hat eine entzückende Altstadt © Viktoria Urbanek
Budvar hat eine entzückende Altstadt
Budvar gilt als Zentrum Montenegros, auch wenn es nicht die Hauptstadt ist © Viktoria Urbanek
Budvar gilt als Zentrum Montenegros, auch wenn es nicht die Hauptstadt ist

Bucht von Kotor

Diese Route ist wahrscheinlich die schönste von ganz Montenegro. Zuerst steht die kleine Stadt Tivat am Programm. Im Hafen liegen wertvolle Yachten von Scheichen und anderen Superreichen, aber auch das Nautische Museum mit seinen U-Booten ist super interessant.

Danach fahrt ihr am besten der Küste entlang und genießt die Aussicht bis ihr in Kotor ankommt. Die Altstadt ist wiederum noch sehr mittelalterlich und es zahlt sich aus die Reste der Festungsanlage zu erklimmen. (Feste Schuhe erforderlich!)

Die mittelalterliche Stadt Kotor © Viktoria Urbanek
Die mittelalterliche Stadt Kotor

Weiter geht es dann nach Perast. Von hier aus fahren regelmäßig kleine Boote zu einer der beiden Inseln. Dort könnt ihr euch dann in Ruhe umsehen ehe es wieder aufs Festland geht.

Perast © Viktoria Urbanek
Perast

Zurück geht es dann von Kotor aus nach Budva über einen wunderschönen Pass, von wo aus ihr die beste Aussicht über Kotor bekommt.

Die Bucht von Kotor © Viktoria Urbanek
Die Bucht von Kotor

In den Süden

Die nächste Tagestour führt dich in den Süden von Montenegro: Auch wenn Ulcinj nicht besonders einladend ist, ist es interessant durch die Straßen zu schlendern und von der ehemaligen Festung auf die kleinen Buchten zu schauen. Besonders Kitesurfer zieht es hierher.

Die Altstadt von Bar hat es mir auch wirklich angetan: Die alte Ruine lädt zum Verstecken spielen ein und viele der ehemaligen Mauern sind mit Büschen und Gräsern überwachsen.

Hinter den dicken alten Mauern verbirgt sich eine wunderschöne Aussicht auf das Meer © Viktoria Urbanek
Hinter den dicken alten Mauern verbirgt sich eine wunderschöne Aussicht auf das Meer

Am Rückweg nach Budva kann man auch noch in Sveti Stefan stehen bleiben, um auf die kleine Insel im Meer zu sehen. Leider kann man diese nicht mehr besuchen, da die gesamte Insel ein Hotel ist und die Wächter einen abwimmeln.

Was du nicht verpassen solltest

  • Das Kloster Ostrog: mitten in den Berg hinein wurde dieses weiße Kloster gebaut und es leuchtet schon aus der Ferne. Die Straße dorthin ist eng und fällt zu Seite steil ab.
  • Herceg Novi: ist eine wundervolle Stadt am Meer mit tollen Restaurants und wundervollem Flair. Man muss auch nicht die ganze Bucht von Kotor abfahren, um dorthin zu gelangen kann man einfach die Fähre von Lepetane nach Kamenari nehmen.
  • Tara Schlucht: ist die tiefste Schlucht von Europa und lädt zu Abenteuern ein. Besonders beliebt ist das Rafting dort. Am besten erkundigt ihr euch in Budva und nehmt an einer Tour teil, denn die Fahrt dorthin ist lange.
Das Kloster Ostrog © Viktoria Urbanek
Das Kloster Ostrog

Reisetipps für Montenegro

  • Es lohnt sich ein Mietauto zu nehmen, da die öffentlichen Verkehrsmittel nicht für den Tourismus ausgebaut sind. Mietautos kosten nicht viel Geld und man kommt in alle Winkel des Landes damit. Aber Achtung: Die Straßen sind in teilweise schlechtem Zustand und je Richtung meist nur Einspurig – was die Einheimischen aber nicht vor wahnwitzigen Überholmanövern abhält.
  • Die Distanzen nicht unterschätzen! Da die Straßen oft über die Berge gehen oder an der steilen Küste entlang, kann man das Tempolimit nie wirklich ausreizen. Daher ist es nicht ratsam mehr als 200km pro Tag zu planen – eher sogar weniger.
  • Das Essen! Alleine beim Gedanken daran bekomme ich Hunger und vor allem wieder Lust nach Montenegro zu reisen. Sei es Fisch oder Fleisch oder auch mal Pizza – der Geschmack ist stark und verführerisch gut! Noch dazu ist das Essen wirklich günstig.
  • Reise im Frühling oder im Herbst nach Montenegro, denn da ist das Wetter warm genug um mal ins Meer zu springen, aber nicht zu heiß um das Land anzusehen und auch Wandern zu gehen. Im Sommer zieht es auch viele Touristen aus den Nachbarländern in die Küstenstädte.

 

Und? Auf was wartet ihr noch? Auf einen Flug buchen und stürzt euch ins Abenteuer!
Viel Spaß beim Erkunden und Entdecken!