Der perfekte Mädelsurlaub auf Mallorca

Zusammen mit Freunden lässt sich die Baleareninsel Mallorca besonders gut sowie preiswert erkunden. Wir haben die besten Strand-, Restaurant- und Ausflugstipps rund um Alcudia für euren nächsten Mädelsurlaub.

Meine besten Freundinnen und ich waren schon immer entdeckungsfreudige Reisende. Irgendwann sind die flexiblen Jugendjahre dann aber doch vorbei und die einzelnen Terminkalender, Jobs etc. machen es schwer, gemeinsame Urlaube zu planen. Bei einem waren wir uns einig – die Zeiten von Couchsurfing, billigen Hostels und Last-Minute-Entscheidungen finden mit Ende 20 langsam ihr Ende. Nach einigem Hin und Her zwischen All-Inclusive-Club und Urlaub in der Heimat fanden wir dann die perfekte Lösung für unseren Girl-Gang-Urlaub: Eine Finca auf Mallorca mieten!

Romantischer Urlaub unter Freundinnen © Maria Szmit

Unser kleines Paradies: Eine Finca auf Mallorca

Was sich auf den ersten Blick für viele wie purer Luxus anhört, ist mit einer Gruppe ab 4 Leuten mehr als leistbar. Wir entschieden uns für den Nordosten von Mallorca, da wir wussten, dass hier viele ruhige Strände und naturbelassene Plätze zu finden sind. Der kleine Ort Colonia de Sant Pere in der Region Alcudia wurde für 1 Woche unsere Wahlheimat.

 

Unsere Finca in Colonia de Sant Pere © Maria Szmit

Für mich als Mallorca-Neuling war es überraschend, wie schnell und einfach man mit einem Mietauto auf der Insel herumkommt. Nach der Ankunft auf Palma dauerte es nur knapp eine Stunde und schon erblickten wir unser temporäres Zuhause – und was für ein Zuhause es war!

Mit dem Mietauto durch Mallorca © Maria Szmit

Dank eines Insider-Tipps bewohnten wir eine wunderschöne Villa im mallorquinisch-mediterranem Stil, samt herrlicher Lage zwischen grünen Hügeln und Pool sowie Garten mit Meeresblick. Auf der Webseite FeWo-direkt findet man viele Fincas dieser Art – Achtung, da diese Häuser überaus beliebt sind und viele Stammkunden haben, sollte man sich schon etwa 1 Jahr im Voraus um Plätze informieren. Ich kann nur sagen – es lohnt sich allemal, so frei und entspannt habe ich mich im Urlaub selten gefühlt!

Mallorcas Nordosten: Colonia de Sant Pere

Die Privatsphäre unseres kleinen Königreichs haben ich und meine Freundinnen dann auch ausgiebig genossen – gemeinsame Kochsessions und Dinner im Kerzenlicht auf der Terrasse, Poolparties mit eigener Musik und Estrella, und natürlich Erkundungsspaziergänge in die Umgebung.

Pool Action vor unserer Mallorca Finca © Maria Szmit

Colonia de Sant Pere gehört eher zu den verschlafenen Örtchen Mallorcas, nach einem kurzen Spaziergang ist man an der Meerespromenade, die einige hervorragende Fischrestaurants und Bars zu bieten hat. Mehr als einmal haben wir hier den Sonnenuntergang mit jeder Menge Tapas und frisch gefangenem Fisch genossen.  Auch in den weniger touristischen Orten Mallorcas verstehen die meisten Ansässigen Englisch oder Deutsch, viele sind als Saisonarbeiter hier – wir wurden rundum mit Freundlichkeit, Offenheit und Charme behandelt.

Abendliches Menü in Colonia de Sant Pere © Maria Szmit

Essen im La Xarxa, Mallorca © Maria Szmit


Lokaltipps Alcudia

  • Sa Xarxa: Paseo del Mar s/n, E-07579 Colonia de Sant Pere – herrliche Fischküche direkt an der Strandpromenade
  • Dharma Cafe: Paseig Mare de Deu de la Victoria 9, 07400 Alcudia – Vegane und asiatische Küche in Alcudia Stadt
  • Cafe Parisien: Carre Ciutat 18, 07570 Arta – Kaffee und Lunch im malerischen Gastgarten

Vamos a la Playa – Top Strände in und um Alcudia

Neben Faulenzen und uns durch die mallorquinische Küche essen wollten wir dann natürlich auch den Nordosten Mallorcas etwas näher erkunden – mit dem Mietauto und gut ausgebautem Verkehrssystem auf Mallorca kein Problem.

Strand von Port d'Alcudia © Maria Szmit

Da der Strand von Colonia nett aber doch etwas klein war, beschlossen wir, die Küste von Alcudia zu besuchen. Der Hauptstrand von Port d’Alcudia ist definitiv einer der beliebtesten Strände im Nordosten, das tut seiner Schönheit und Sauberkeit aber keinen Schaden an. Über 10 km lang ist der breite, feine Sandstrand mit einem so klaren und knallblauem Meerwasser, wie ich es bisher selten in Spanien gesehen habe. Der Einstieg ist sehr graduell und flach, was den Strand auch ideal für Familien und Wassersportler macht. Zahlreiche Restaurants und Bars servieren Snacks bis gehobene Fischküche, die direkt ans Handtuch servierten Kokosnussscheiben oder Cocktails sollte man sich auch nicht entgehen lassen.

Am Strand von Port d'Alcudia © Maria Szmit

Wer es doch etwas einsamer und naturbelassener mag, dem empfehle ich Alcanada Beach im gleichnamigen Ort, etwa 3 km vom Hafen in Alcudia entfernt. Hier findet man zwar keinen Sand oder Restaurants, dafür aber eine wunderhübsche, flache Steinküste mit azurblauem Wasser, schattenspendenden Bäumen und Blick auf einen Leuchtturm.

Sonnenuntergang an der Strandpromenade © Maria Szmit

Auch im Osten der Insel, genauer rund um Cala Ratjada, finden sich einige schöne Strände und Buchten. Playa Calla Agulla zum Beispiel grenzt direkt an ein Naturschutzgebiet, statt Hotels und Betonbauten ist man auf diesem breiten Sandstrand umgeben von grüner Hügellandschaft und sogar Bergen – nicht zu vergessen das ruhige Meer in blendenden Blautönen. Man merkt schon, die Meeresqualität auf Mallorca hat mich überrascht und nachhaltig beeindruckt 😉 … Calla Agulla ist sicherlich kein unbeliebter Strand und auch gut mit Lokalen, Bars etc. ausgestattet – dennoch machte der Ort einen entspannten, wenig touristischen Eindruck auf mich.

Artà & S’Albufera: Mallorcas Kultur und Natur erkunden

Um all die versteckten Buchten im Nordosten der Insel zu erkunden, braucht man wohl mehrere Wochen – zwischendurch hatten wir dann auch Lust auf ein wenig Kultur und Shopping. Auf Empfehlung unserer Finca-Vermieterin machten wir uns also auf den Weg nach Artà, dem Nachbarstädtchen von Colonia de Sant Pere.

Innengarten eines Städtchens in Mallorcas Osten © Maria Szmit

Bunte Blumen auf Mallorca © Maria Szmit

Hier findet man es tatsächlich, das ursprüngliche Mallorca – zugegeben, natürlich streiften mit uns viele andere (deutschsprachige) Urlaubsgruppen durch die gepflasterten Gässchen und auch der schöne, große Straßenmarkt war teilweise auf Touristen ausgelegt. Verlässt man aber die Haupteinkaufsstraße, eröffnen sich dem Besucher kleine, feine Lokale, Gallerien, typische Wohnhäuser – und vor allem schöne Ausblicke.

Straßenmusiker in Arta © Maria Szmit

Artà ist eingebettet in ein weites Naturgebiet mit dichter Begrünung und einem Teil der beeindruckenden Bergkette Serres de Llevant. Wahrzeichen und Must-See ist wohl die über der Stadt thronende Festung mit dazugehöriger Mauer und Wallfahrtskirche – nur ein Teil des reichen historischen Erbes der Stadt. Es lohnt sich auf jeden Fall, die 180 Stufen der Kalvarientreppe hinaufzusteigen, oben angekommen erwartet einen ein Blick über die ganze Stadt und Umgebung.

Kalvarientreppe und Wallfahrtskirche von Arta © Maria Szmit

Aussicht von der Festung in Arta © Maria Szmit

Danach haben wir uns dann Kaffee und Kuchen im wunderhübschen Innenhof des Café Parisien gegönnt – eine Zufallsentdeckung, die ich jedem weiterempfehlen würde.

Kaffee und Kuchen im Café Parisien © Maria Szmit

Im Restaurant an der Strandpromenade von Colonia de Sant Pere © Maria Szmit

Zu guter Letzt noch ein Tipp für Naturliebhaber. Ein paar Kilometer von Port d’Alcudia entfernt taucht man in eine für Mallorca ungewöhnliche Landschaft ein: auf den ersten Blick Sumpfland, Schilf und Wasser weit und breit. Einen Trip zum Besucherzentrum später sehe ich das Gebiet noch einmal mit anderen Augen – der Parc natural de s’Albufera de Mallorca ist einer der größten und bedeutendsten Naturparks der Insel. Das Schutzgebiet erstreckt sich über gut 1650 Hektar und enthält dank der Mischung von Salz- und Süßwasser eine besonders vielfältige Fauna und Flora. Besonders Vogelliebhaber werden hier ihre Freude haben. Mich hat hauptsächlich die schiere Fläche und beruhigende Wirkung der Landschaft fasziniert.
Achtung: Der Eintritt für das Naturschutzgebiet ist kostenlos, jedoch sollte man sich vor der Erkundung im Besucherzentrum eine Erlaubnis holen.

Mallorca © shutterstock.com

Mallorca liegt uns zu Füßen © Maria Szmit

Und so ging unsere Woche zu fünft im Nu vorbei – am Ende fühlte es sich fast so an, als würden wir eine zweite Heimat verlassen. Ich kann jedem nur ans Herz legen, dieses wunderbare Eck von Mallorca zu besuchen, durch die Beschränkung auf eine Region konnten wir diese wirklich kennen- und lieben lernen. Das nächste Mal widmen wir uns vielleicht dem Westen der Insel und machen Palma unsicher…

Schöne Ausblicke bei Sonnenuntergang © Maria Szmit

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