Lappland – Abenteuerurlaub im hohen Norden

Hoch oben im Norden von Schweden liegt das Lappland. Ein wahres Paradies für Naturliebhaber, auf der Suche nach einem Abenteuer.

Ende letzten Jahres schrieb ich mir eine Notiz mit einigen Ländern, die ich im kommenden Jahr unbedingt erkunden wollte. Darunter befand sich auch Schweden. Ich konnte mir allerdings nur wenig darunter vorstellen, da es meine erste richtige Reise nach Skandinavien werden sollte. Beim Planen hatte es mir besonders Lappland angetan – hoch im Norden gelegen und wundervoll zu bereisen.

Aus diesem Grund möchte ich euch auf ebendiese Reise mitnehmen und euch zeigen, dass Schweden mehr als nur verrotteten Fisch und Elche zu bieten hat. Und dazu reisen wir gemeinsam in die Stadt Luleå, die ich als meine Basis gewählt hatte:

Willkommen im Lappland ... ©Fredrik Broman
Willkommen im Lappland … ©Fredrik Broman
... wo auch Luleå mit seinen entzückenden roten Häuschen auf dich wartet ©Fredrik Broman
… wo auch Luleå mit seinen entzückenden roten Häuschen auf dich wartet ©Fredrik Broman

Kajakfahren rund um Luleå

Dieses Mal entschied ich mich für eine andere Art der Fortbewegung und des Entdeckens: ich wollte einen Teil Lapplands auf dem Wasser kennenlernen. Und was gäbe es für eine bessere Fortbewegungsart als ein einfaches Kajak? Für mich schien das die perfekte Lösung – obwohl ich im Hinterkopf befürchtete, dass meine Oberarme unter dieser Entscheidung leiden könnten. Eines gleich vorab: das taten sie nicht, denn die Gewässer hier sind still und es ist ziemlich einfach voranzukommen, da es keine gröberen Strömungen gibt.

Bevor die Kajaktour startet gibt es noch eine Einführung ©Fredrik Broman
Bevor die Kajaktour startet gibt es noch eine Einführung ©Fredrik Broman
Auch die Route will studiert werden ©Fredrik Broman
Auch die Route will studiert werden ©Fredrik Broman

Fast zwei Tage verbrachte ich also mit Freunden in den bunten Kajaks sitzend und die Gegend erkundend. Wenn wir müde waren oder hungrig, legten wir einfach an einer der zahllosen Inselchen an, sammelten ein bisschen Holz und kochten Tee und Kaffee. Zusätzlich hatten wir noch regionale Leckereien vom Festland mitgenommen.

Wir ließen uns auch nicht entgehen das Wasser selbst zu testen. Und so schwammen wir mehr als nur einmal in winzigen Buchten und genoßen die nördliche Sonne.

Viki hat sichtlich Spaß! ©Fredrik Broman
Viki hat sichtlich Spaß! ©Fredrik Broman

Fatbiken auf den Inseln

Eigentlich wollten wir auf der Insel Sandön nur relaxen, ein wenig herumspazieren (denn so richtig wandern kann man hier nicht, dazu fehlen eindeutig die Berge) und den Sommer genießen. Beim Planen hatten wir allerdings noch nichts vom sogenannten Fatbiken gehört. Diese Mountainbikes unterscheiden sich von herkömmlichen Bikes nur in einem – eigentlich in zwei Dingen: den beiden Reifen! Diese Reifen sind besonders breit und damit kann man beinahe problemlos über Steine, Wurzeln und Sand fahren. Man kann sogar ganz einfach im Wasser fahren – bis zu den Oberschenkeln. (Dann setzt der Auftrieb ein und man schwimmt kurzzeitig bevor man kentert.)

Mountainbike? Nein, Fatbike! ©Fredrik Broman
Mountainbike? Nein, Fatbike! ©Fredrik Broman

Gemeinsam mit einem Guide machten wir die Insel für einige Stunden unsicher und grillten über einem kleinen Lagerfeuer frischen Lachs, den wir dann gemeinsam mit Kaviar und Käse in geschmacksvolle Wraps verwandelten.

Sieht köstlich aus: frische nordische Wraps ©Fredrik Broman
Sieht köstlich aus: frische nordische Wraps ©Fredrik Broman

Saunieren bei Mitternachtssonne

Ereignisreiche Tagen lässt man auch hier gerne in der Sauna ausklingen. Die Schweden sind zwar keine solchen Saunafanatiker wie die Finnen, jedoch wissen auch sie die heißen Dämpfe zu schätzen.

Die meisten Hotels und auch einfachere Unterkünfte und Campingplätze verfügen über moderne Saunas. Kalte Duschen gibt es zwar auch, aber es gibt noch viel bessere Möglichkeiten sich nach  dem gesunden Schwitzen abzukühlen: ein Sprung ins erfrischend kalte Wasser des Archipels und ein köstliches Bier.

Wer sich jetzt denkt, dass das Wasser hier ja bestimmt an den 0°C kratzt, täuscht sich gewaltig: es ist erfrischend, aber keineswegs kalt und es bedarf keiner großen Überwindung mit einem großen Platscher hineinzuspringen.

Zu Mitternacht im See schwimmen gehen? Kein Problem ©Fredrik Broman
Zu Mitternacht im See schwimmen gehen? Kein Problem ©Fredrik Broman

Reisetipps für Lappland

  • Nach Lappland kommt man am einfachsten mit dem Flieger von Stockholm aus. Hier gibt es auch einige Billigfluglinien, die Luleå ansteuern. Alternativ bietet sich auch der Nachtzug an – eine tolle Variante die Landschaft kennenzulernen und das Abenteuer mit einem kleinen Abenteuer zu starten.
  • In Lappland selbst empfiehlt es sich ein Auto zu mieten, da man auf diese Weise viele scheinbar unberührte Flecken Erden kennenlernen kann. Außerdem ist man an keine Busse und Züge gebunden und kann besser in den Tag hineinleben.
  • An der Küste gibt es abertausende kleine Inseln, die zum Teil zum Luleå Archipel gehören. Einige der größeren Inseln werden mit regelmäßigen Shuttlebooten angefahren.
  • Da die Sonne im Sommer tatsächlich immer ihre Strahlen auf Lappland wirft empfiehlt es sich eine Schlafmaske mitzubringen um die Sonne ein wenig auszusperren und sich für die weiteren abenteuerlichen Tage ausruhen kann.
  • Gelsenspray!
  • Meine Kajaktour habe ich bei folgendem Anbieter gebucht: www.creactive-adventure.se
  • Alle Infos zum Fatbike findest du hier: www.fatbikeadventures.se

 

Warst du denn schon einmal im Sommer in Lappland? Wie ist’s dir mit der immerhellen Sonne ergangen?