Lanzarote: Faszinierende Vulkaninsel

Sonne tanken kann man auf der Kanareninsel Lanzarote das ganze Jahr über und unsere Tipps für die faszinierende Vulkaninsel haben immer Saison.

Anfang Februar wird mir wieder einmal aufs Neue klar, dass ich nicht für die mitteleuropäische, langandauernde Kälte geschaffen bin. Ich sehne mich so sehr nach warmen Sonnenstrahlen auf meiner Haut, nach feinem Sand zwischen meinen Zehen und nach einer sanften Meeresbrise in meinen Haaren, dass ich dem Drang schließlich nachgebe und kurzerhand beschließe, für ein paar Wochen ins Warme zu fliehen. Meine Wahl fällt nach einer kurzen Recherche letztendlich auf die mitten im atlantischen Ozean liegende Insel Lanzarote. Sie befindet sich rund 130 Kilometer westlich vom afrikanischen Festland und gilt aufgrund der milden Temperaturen das ganze Jahr über als beliebtes Urlaubsziel bei Jung und Alt.

© Carina Dieringer

Karibikfeeling pur! Die Papagayo Buchten

Auf Lanzarote angekommen, hebt sich mit dem Hinaufklettern des Thermometers meine Laune auf Anhieb. Ich sauge das spanische Lebensgefühl in mir auf, verschlinge eine große Menge an Tapas und schlürfe einen himmlisch schmeckenden Sangria nach dem anderen. Das ist Urlaub!

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Die nächsten Tage erkunde ich erstmals die Strände, um Sonne zu tanken und im Zuge dessen an einer für Februar unverschämt knackigen Bräune zu arbeiten. Natürlich hole ich mir gleich am ersten Tag einen gewaltigen Sonnenbrand – wieder einmal habe ich die afrikanische Kraft der Sonne unterschätzt. Nichtsdestotrotz klappere ich einige Strände der Insel ab und stelle fest, dass die mit Abstand schönsten Sandstrände zweifellos die Papagayo Strände sind. Die sechs Buchten befinden sich in einem Naturschutzgebiet fernab der Zivilisation und sind über eine holprige Schotterstraße nur mit dem Auto erreichbar. An der Küste angekommen, erwarten einem wunderschöne, helle Sandstrände und ein mit der Karibik vergleichbares glasklares Wasser, das sich wunderbar zum Schnorcheln eignet.

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Sportparadies Lanzarote

Apropos Schnorcheln: Auf Lanzarote können generell jegliche sportliche Tätigkeiten unter idealen Bedingungen ausgeübt werden. Neben den Wassersportarten sind besonders mountainbiken und wandern von großer Beliebtheit. Zum Tauchen eignet sich der Playa Chica hervorragend, zum Surfen gilt der fünf Kilometer lange Playa de Famara als weltbekannt.

Gewandert wird im Nationalpark Timanfaya, dem größten Lavafeld der Erde. Empfehlenswert, aber etwas überteuert ist das Restaurant El Diablo, wo mit der brodelnden Hitze des Vulkans gekocht wird. Es werden auch Kameltouren durch das Lavagestein unternommen, doch ich empfinde einfach viel zu viel Mitleid mit den armen Tierchen und entscheide mich dagegen.

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Diese Orte solltest du nicht verpassen:

Lanzarote ist mit einer Fläche von etwa 850 Quadratkilometern recht überschaubar und lässt sich in wenigen Tagen wunderbar mit einem Auto erkunden. Der Großteil aller Touristenmagnete sind dem einheimischen Künstler César Manrique zu verdanken. Er setze sich in seiner Lebzeit das Ziel, seine Heimat mit Kunst aufzuhübschen und schuf Touristenmagnete wie Jameos del Agua und die Cuevas Verdes. Vor allem letzteres ist wirklich einen Besuch wert, da man mit einer optischen Täuschung, wie man es zuvor wahrscheinlich noch nie erlebt hat, belohnt wird. Auch die Aussichtsplattform Mirador del Rio ist bei Touristen überaus beliebt, da sie einen wundervollen Ausblick auf die benachbarte Insel La Graciosa, auf die ich ein wenig später noch zu sprechen komme, bietet.

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Außerdem schaue ich mir die bekannte grüne Lagune, deren Farbe von einzigartigen Algen kommt, in El Golfo an. In der Ortschaft kann man übrigens direkt am Meer in gemütlicher Atmosphäre frische Fische schmausen. Auch der Kaktusgarten ist einen Besuch wert.

Einen halben Tag, an dem es ein wenig regnet, verbringe ich in Arrecife, der Hauptstadt Lanzarotes und mache dort die Einkaufsstraße Calle Real unsicher. Zufälligerweise bin ich genau zur Karnevalszeit auf Lanzarote. Ich habe dieses Spektakel noch nie in einem fremden Land erlebt und lasse es mir hier natürlich nicht entgehen. Egal ob jung oder alt – die Spanier können feiern, wie wohl kein anderes Volk.

Natur pur: Tagesausflug zur Nachbarinsel La Graciosa

Im Zuge eines Lanzarote Aufenthalts ist ein Tagesausflug auf die Nachbarsinsel La Graciosa ein regelrechtes Muss. Um diese Insel zu erkunden, nimmt man ausgehend vom Fischerdörfchen Orzola eine Fähre, dank der man in einer guten halben Stunde auf die benachbarte Insel gelangt. La Graciosa hat nämlich keinen Flughafen und ist deswegen nur auf diesem Wege erreichbar.

Die Insel, die übrigens die kleinste bewohnte aller kanarischen Inseln ist, hat nur zwei Ortschaften, wobei einer der beiden nur in den Sommermonaten bewohnt ist. Die gesamte Insel ist ein Naturschutzgebiet und so gibt es keine asphaltierten Straßen und abgesehen von ein paar wenigen Geländewägen keine Autos – ein richtig ungewohntes, aber unheimlich schönes Gefühl, wie ich feststelle. Ich befolge den Tipp Einheimischer und wandere in etwa zwei Stunden gemütlich zum Strand Playa de las Conchas. Dort angelangt, erwartet Österreich auf alle mich ein paradiesischer weißer Sandstrand, wie ich es selten zuvor erlebt habe.

© Carina Dieringer

Ich genieße die Stille, da ich hier nicht einmal Handyempfang habe. Bevor mich abends die letzte Fähre wieder zurück auf Lanzarote bringt, lasse ich den Tag noch mit frischem Fisch und Meeresfrüchten in Caleta del Sebo ausklingen.

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Während meines Urlaubs auf Lanzarote konnte ich meine Batterien richtig aufladen, sodass ich die paar Wochen bis zum Sommer gut überstanden habe. Kaum im Flugzeug, beschloss ich, im nächsten Winter erneut eine kanarische Insel zu erkunden.