Hamburg – Unsere 10 Perlen

Unsere Blogger Katharina und Martin sind eingefleischte Hansestadt-Liebhaber und haben für euch 10 abwechslungsreiche Tipps, die auch euch zum Hamburg Fan machen werden.

Wenn Lotto King Karl in seiner Hymne von “Hamburg, meine Perle” singt, müssen wir das als eingefleischte Hansestadt-LiebhaberInnen geringfügig hinaufkorrigieren – “Hamburg, unsere 10 Perlen”, heißt es bei uns und diese 10 Highlights möchten wir hier mit euch teilen:

Rathaus © Katharina Serles

Platz 10: Thalia Theater – Bretter, die die Welt bedeuten

Dass das Thalia Theater uns zum Beispiel den Schauspieler Philipp Hochmair vom Wiener Burgtheater gestohlen hat, nehmen wir ihm jetzt einmal nicht übel. Es ist einfach ein zu gutes Haus und eine sichere Adresse für spannende Theaterabende (Studierende unter 30 zahlen überhaupt nur 8 Euro!). Im angrenzenden Restaurant Weltbühne lässt es sich ganz ausgezeichnet essen – für kleinere Geldbörsen ist das preiswerte Mittagsmenü eine gute Alternative -, sehr nett sitzen und mit etwas Glück den ein oder anderen Star ausspionieren.

Platz 9: Reeperbahn – Sex, Drugs & Rock’n’Roll

Obwohl es mittlerweile manchmal so scheint, als würde sich die Reeperbahn mehr und mehr zum touristischen Alptraum verwandeln, ist sie immer noch einer der merkwürdigsten Orte auf dieser Welt. Hier reichen sich alte Seemänner, Travestie-KünstlerInnen, Feen, Ausgeh- und Spielsüchtige die Hand, hier wird rund um die Uhr gefeiert, gestritten, geliebt und getrunken. Der berüchtigte Abschnitt “Große Freiheit” (wo sich schon die Beatles in den 60ern tummelten) hat sicherlich touristischen Charme. Viel lieber mögen wir allerdings den “Hamburger Berg” – für ein bisschen 80er-Hits und Soul empfehlen wir die charmante “Rosi’s Bar”. Wer Ende September nach Hamburg fährt, sollte sich außerdem das Reeperbahnfestival zu Gemüte führen: An über 70 Orten findet seit 10 Jahren dieses bunte Indie-Showcase-Festival statt, das über 700 KünstlerInnen aus aller Welt mitten in den belebten Reeperbahn-Bezirk bringt.

Platz 8: Literaturhauscafé – Leseratten einmal anders

Darf es eine “Astrid Lindgren” sein, oder doch lieber ein gediegenerer “Mark Twain”? Im literaturgeladenen Jugendstilambiente des Hamburger Literaturhauses lässt es sich im Literaturhauscafé an der Außenalster herrvorragend frühstücken. Die nach SchriftstellerInnen benannten Frühstückmenüs werden auf der Etagere serviert, dazu gibt es eine große Auswahl von Tageszeitungen. Der Sonntagsbrunch ist besonders zu empfehlen.

Platz 7: Spaziergang – Unten durch

Wenn ihr Hamburg einmal aus einem ganz anderen Blickwinkel erleben möchtet, macht uns folgenden Spaziergang nach: Geht durch den 1911 eröffneten, einspurigen und gelbgefliesten Alten Elbtunnel von den Landungsbrücken aus unterhalb des Wasserspiegels auf die Elbinsel Steinwerder. An einem der Endpunkte lohnt es sich, sich in den Autolift hinein zu schummeln, um voll in die Steampunk-Atmosphäre einzutauchen. Von der Elbinsel aus habt ihr schließlich eine ganz andere Perspektive auf die Stadt, die Landungsbrücken und die Elbphilarmonie.

Hamburg © Katharina Serles

Eine der 2500 Brücken in Hamburg © Katharina Serles

Platz 6: Brücke 10 – Butter bei die Fische

Wer Landungsbrücken sagt, muss auch “Fischbrötchen & Astra” sagen – und das am besten in der Brücke 10. Nichts fängt die Atmosphäre dieser Stadt so sehr ein, wie dieser schnelle Imbiss bei Möwengeschrei und Salzluft. Egal ob Lachs-, Rollmops- oder das berühmte Krabbenbrötchen (alles ohne lästiges Grünzeug oder ähnlich störendes Beiwerk – der Hamburger mag’s gern direkt), abgerundet wird das Ganze durch das St. Pauli ‘Seefahrer-Bier’ Astra. So schmeckt Hamburg 😉

Brücke 10 Brötchen © Katharina Serles

Platz 5: Hafenrundfahrt – Eine Seefahrt, die ist lustig

Hamburg muss man auch zu Wasser besichtigt haben. Beliebt sind einerseits die diversen Hafenrundfahrten (u. a. auch in die riesige Containerstadt, für die ein Pass mitzubringen ist), die euch zu unterschiedlichen (und teilweise leider immer höheren) Preisen die Handels- und Schiffahrtsseite der Stadt näherbringen. Der Lern- und Instagramfaktor ist dabei äußerst hoch!

Hamburger Hafen © Katharina Serles

Container © Katharina Serles

Etwas Gemütlicher ist eine Bootsfahrt auf der Binnen- und Außenalster, das sogenannte ‘Alsterschippern’, bei dem ihr u. a. an den hochherrschaftlichen Villen Hamburgs vorbeituckert.

Hamburgs Villen © Katharina Serles

Platz 4: Schanzen- & Karolinenviertel

Die beiden angrenzenden Szeneviertel sind unsere Top-Adressen für nachmittägliche Shoppingtouren durch kleine Designerläden ebenso wie für nächtliches Barhopping. Hier tummelt sich ein buntes und junges Publikum, das sich zum Beispiel im pittoresken Gretchens Villa zum Kaffeeklatsch trifft, um anschließend im “Kauf dich glücklich” und “Fräuleinwunder” nach ausgewählten Kleidungsstücken zu stöbern. Jeden Samstag findet außerdem in und um die Alte Rinderschlachthalle von 8 bis 16 Uhr ein gut bestückter Flohmarkt – die sogenannte “Flohschanze” statt. Wenn es nach einem Konzert oder einer Klubnacht im alten Bunker “Übel und Gefährlich” schließlich sehr spät wird bzw. bis in den nächsten Morgen geht, empfiehlt sich das Café Klatsch, das bis 20 Uhr nichts als Frühstück serviert.

Flohmarkt © Katharina Serles

Flohmarkt © Katharina Serles

Platz 3: Kultur & Musical – Da rappelt’s in der Kiste

Hamburg lohnt sich nicht nur für Musicalfans (obwohl natürlich allein schon die Fährenüberfahrt zur Spielstätte von “König der Löwen” ein Erlebnis für sich ist) – seit Jahren pilgern wir immer wieder für Kulturveranstaltungen im Festivalzentrum Kampnagel dorthin. Wenn z. B. im August überall sonst Theaterpause herrscht, geht es beim Internationalen Sommerfestival im Kampnagel rund. Es erwarten euch Performances, Konzerte, Theaterstücke, Installationen, Vorträge, etc. Das dazugehörige Restaurant Casino Kampnagel serviert lecker Gedünstetes im Bambuskorb und auf dem herrlich großen Areal lässt es sich in lauen Nächten auch wunderbar draußen beisammensitzen, Kunst diskutieren und Wein trinken.

Festivalzentrum Kampnagel © Katharina Serles

Festivalzentrum Kampnagel © Katharina Serles

Platz 2: Oberhafenkantine – Ganz schön schief

Am Ende der Oberhafen-Brücke steht seit 1925 ein unglaublich schiefes Häuschen, das allen Unwegbarkeiten zum Trotz immer noch steht und in dem man herzhafte, regionale Hausmannskost serviert bekommt: Die Oberhafenkantine. An die 5° Neigung, die auch deutlich im Inneren zu spüren ist, muss man sich erst einmal gewöhnen. Danach steht dem Verzehr des traditionellen Labskaus (Kartoffelpürree mit Roten Rüben, Rindfleisch, Matjes, Spiegelei & Essiggurke) in wohl Hamburgs ‚schrägstem‘ Restaurant nichts mehr im Weg.

Oberhafenkantine © Katharina Serles

Platz 1: Miniaturwunderland – Klein aber oho

Unser erst unlängst entdecktes Top-Highlight ist das Miniaturwunderland. Die weltweit größte Anlage von Modelleisenbahnen, die originalgetreue sowie Fantasielandschaften auf zwei Stockwerken durchfahren, ist so überlaufen, dass es sich lohnt, Tickets vorzubuchen – oder, so wie wir – erst ganz spät vorbeizuschauen (das Museum hat bis 1 Uhr morgens geöffnet). Das Ganze kann seit Kurzem übrigens zur Orientierung in seiner Wimmelbild-Ästhetik auf Google Street View vorstudiert werden. Aber Achtung: Auch für Nicht-Fans von Eisenbahnen ist die Suchtgefahr hoch! Es gibt so viel zu sehen, die verschiedenen Welten sind mit so viel Witz und Liebe zum Detail nachgebaut, dass man sich völlig darin verlieren kann. Und: Die Zeit vergeht im Miniaturwunderland wie im Flug. Alle 15 Minuten wechselt die Beleuchtung von Tag zu Nacht und zeigen sich ganz neue Bilder und Szenerien. Ja, und für ganz Eilige lohnt sich ein Besuch schon einfach deshalb, weil man hier Hamburg in ganz kurzer Zeit bei Tag und Nacht auf quasi einen Blick besichtigen kann 😉

Miniaturwunderland © Katharina Serles


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