Fuerteventura – 10 Aktivitäten, die man unbedingt gemacht haben muss

Reisebloggerin Kathi hat sich nach Fuerteventura begeben, um herauszufinden, was man hier außer Party und am Strand liegen außerhalb der Hauptsaison noch so alles erleben kann. Das Ergebnis macht so richtig Lust zum Nachmachen!

„Der Norden ist Britisch, der Süden ist in deutscher Hand“ – das war so grob das erste, das das Internet über Fuerteventura ausspuckte. Na, das kann ja heiter werden.

Die spanische Insel vor der afrikanischen Westküste ist ein Ort, dem sein Ruf vorauseilt. Riesige Touristenburgen, leere Vulkanwüsten und starker Wind. Nach Traumurlaub klingt das im ersten Moment nicht, doch der Surfkurs war bestellt und die Flüge gebucht – da half nichts anderes als Hinfahren und selbst ausprobieren. Zum Glück hatten sie alle Unrecht, die Angstmacher im Internet.

Fuerteventura, eine der kanarischen Inseln, erwies sich nämlich schlicht und ergreifend als Nebensaisonsparadies!

Blick von Fuerteventura auf Lanzarote © Shutterstock.com

Wir bezogen unser Quartier in einem Surfhaus in Corralejo, dem Hauptort an der Nordseite Fuerteventuras. Von dort aus sollten wir eine Woche lang die Insel erkunden, das Surfen erlernen und die warme Frühlingssonne genießen. Die Woche ging schneller vorüber, als uns lieb war und damit dein Urlaub genau so toll wird wie unserer, möchte ich von zehn absoluten Highlights erzählen, die man in Fuerteventura auf jeden Fall gemacht haben muss.

1) Ein Surfkurs mit Planet Surfcamp

Der Surfkurs mit Planet Surfcamp war der Hauptgrund meiner Reise nach Fuerteventura. Dank den starken Winden ist die Insel nämlich ein wahres Paradies für Surfer auf jedem Level. Unser Beginnerkurs ging 5 Tage lang mit einer täglichen Praxiseinheit, die mehrere Stunden dauerte, theoretischen Lektionen zu Sicherheit im Wasser und genereller Surferetikette und jeder Menge andere Aktivitäten im und ums Haus. Surfen lernt man nicht von heute auf morgen, doch auf Fuerteventura macht selbst der kleinste Erfolg riesigen Spaß.

Surfer © Katharina Kamleitner

Planet Surfcamp © Katharina Kamleitner

2) Tapas im Pincha Cabra

Dank der Flut an britischen Touristen in der Hauptsaison mangelt es in Corralejo nicht an Steakhäusern und Restaurants, die Full English Breakfasts anbieten. Umso schmackhafter war dafür die Entdeckung des Pincha Cabra. Ein authentisches Spanisches Tapasrestaurant, in dem man sich den Bauch mit Papas arrugadas, Ziegenkäse oder köstlichem Rotwein vollschlagen kann.

Tapas im Pincha Cabra © Shutterstock.com / Katharina Kamleitner

3) Ein Partynacht in Corralejo

Volle Clubs und ausgelassene Partystimmung à la Ibiza oder Mykonos darf man sich in der Nebensaison vielleicht nicht erwarten, doch die Cocktailbars Corralejos haben doch so einiges zu bieten. Viele der Bars liegen direkt an der Promenade und blicken über die schöne Bucht Corralejos.

Corralejo © Katharina Kamleitner

Bucht in Corralejo © Katharina Kamleitner

Meine Lieblingsbar ist die Cocktailbar Agua, denn dort gab es besonders gute Mojitos mit dem besten Ausblick.

Cocktailbar Agua © Katharina Kamleitner

Überblick behalten in Corralejo © Katharina Kamleitner

4) Ein Ausflug nach El Cotillo

Die Sandstrände südlich von El Cotillo, an der Nordwestküste der Insel – nur etwa eine halbe Autostunde von Corralejo entfernt – waren unser Surfrevier. Für Anfänger sind Sandstrände mit geringem Wellengang nämlich besser geeignet. Die Strände nördlich von El Cotillo sind enger, meist kleinere Buchten. Vor allem Einheimische verbringen hier die Tage in der Sonne, Touristen verirren sich hier kaum hin. Sonnencreme nicht vergessen! Natürliche Schattenspender gibt es hier fast keine!

Strand in El Cotillo © Katharina Kamleitner

Barfuß durch die Sandstrände in El Cotillo © Katharina Kamleitner

5) Der Wochenendmarkt in Lajares

Lajares ist ein kleiner Ort im Inland Fuerteventuras, etwa auf halbem Weg zwischen Corralejo und El Cotillo. Die meisten Expats, die hierher kamen um Surfschulen oder Yogastudios zu eröffnen, leben hier. Ganz nach alter Hippie-Manier gibt es im Dorf den einzigen Vintageladen der Insel, und an den Wochenenden kommen die Künstler der Region am Marktplatz zusammen und bieten ihre Bilder, Strickwaren und Kuriositäten an. Das lokale Flair und die ungewöhnlichen Souvenirs muss man einfach gesehen haben.

Wochenendmarkt in Lajares © Katharina Kamleitner

Schattenplätze in Lajares © Katharina Kamleitner

6) Ein Roadtrip durch die Vulkanwüste

Da unser Surfkurs nur fünf unserer sieben Tage auf der Insel in Anspruch nahm, mieteten wir für die restliche Zeit ein kleines Auto – in Corralejo ohne Vorbestellung um etwa €25 erhältlich – und machten uns auf den Weg die entlegeneren Orte Fuerteventuras zu erkunden. Obwohl die Küstenstraßen natürlich spektakulär sind – eine Fahrt durchs Inland der Insel, durch die staubig roten und sengend heiße Vulkanwüste darf natürlich nicht fehlen!

Vulkanwüste auf Fuerteventura © Katharina Kamleitner

7) Verschlafene Hafenromantik in Gran Tarajal

Einer meiner liebsten Stopps während unseres Roadtrips war der Küstenort Gran Tarajal, der mir abseits der Hauptstraße und in der Nebensaison wie am anderen Ende der Welt erschien. So ruhig, so romantisch. Wir nahmen in einem der Restaurants an der Hafenpromenade Platz, schauten den Wellen zu und freuten uns über die Stille.

Strand auf Gran Tarajal © Katharina Kamleitner

Palmen sind auf Fuerteventura wirklich keine Seltenheit © Katharina Kamleitner

8) Kitesurfen lernen

Wellensurfen ist nicht der einzige Surfsport, der auf Fuerteventura beliebt ist. Die Insel ist außerdem ein Paradies für Kitesurfer, von Anfängern bis hin zu Profis. Die besten Strände dafür sind bei Corralejo und El Cotillo. Doch während unseres Roadtrips kamen wir auch am Strand von Sotavento vorbei und konnten den Profis beim Boarden zusehen.

Am Strand vonSotavento kann man den Profis beim Kitesurfen zusehen © Katharina Kamleitner

Strand von Sotavento © Katharina Kamleitner

9) Der Leuchtturm von Punta Jandia

Dieser Leuchtturm ist einer der ältesten Leuchttürme der Kanaren und befindet sich an der südwestlichsten Spitze Fuerteventuras. Das Gebäude stammt aus dem 19. Jahrhundert und passt sich ideal dem schwarzen Vulkangestein der Insel an. Der Leuchtturm ist nachwievor aktiv und definitiv den Abstecher von der Hauptstraße wert!

Leuchtturm von Punta Jandia © Shutterstock.com

10) Ein Picknick in den Sanddünen

Auf dem Rückweg nach Corralejo kamen wir zum Abschluss noch an einem besonderen Naturspektakel der Insel vorbei: richtige Sanddünen. Man könnte glauben, plötzlich in der Wüste zu sein! Ein Picknick in den Dünen, idealerweise bei Sonnenuntergang ist der krönende Abschluss einer Reise nach Fuerteventura.

Sanddünen auf Fuerteventura © Katharina Kamleitner

Ich war von der Landschaft und den Menschen auf Fuerteventura so positiv überrascht, dass ich es gar nicht erwarten kann, schon bald wieder selbst hin zu fahren!

Warst du schon mal in Fuerteventura? Was sind deine Highlights der Vulkaninsel?