China – Die Terrakotta-Armee in Xi’an

In Xi’an, der ehemaligen Hauptstadt Chinas, ruhte seit mehr als über 2000 Jahren die Terrakotta-Armee unter der Erde. Bloggerin Viktoria von Chronic Wanderlust hat den friedlichen Kriegern einen Besuch abgestattet.

Heute möchte ich euch nicht nur mit auf eine Reise, sondern auch auf eine Zeitreise nehmen: Sie führt uns ins alte China, in eine Stadt im Zentrum des Landes. Wusstest du, dass Xi’an der Ausgangspunkt der Seidenstraße und die erste Hauptstadt des Reiches China war? Heute nennen über 4 Millionen Menschen diese Stadt ihr zu Hause. Besonders berühmt wurde Xi’an allerdings aufgrund eines Fundes im Jahre 1974: Die Terrakotta-Armee.

Die Terrakotta-Krieger

Terrakotta-Armee – friedliche Krieger aus Ton

Nicht einmal hundert Jahre weiß man von der mächtigen Terrakotta Armee des Kaisers Qin Shihuangdi, der mehr als 200 Jahre vor Christus gelebt hat. Diese Grabstätte des Kaisers liegt im heutigen Zentralchina in der Nähe der Stadt Xi’an.

Seine Armee aus lebensgroßen Tonfiguren, die sich in seinem Mausoleum befindet, soll über 700.000 Menschen damals beschäftigt haben und wurde rein zufällig entdeckt. Bauern aus der Region waren dabei einen Brunnen zu graben, als sie auf die wertvollen Fundstücke stießen. Diese zählen heute zu einer der wichtigsten Funde in China. Über tausend Krieger wurden dabei entdeckt.

Terrakotta Armee © Viktoria Urbanek

Tausende von Terrakotta-Kriegern warten © Viktoria Urbanek

Am einfachsten ist es eine Tour direkt im Hostel oder Hotel mit einer Reisegruppe zu buchen. Diese Packages inkludieren meist Abholung beim Hotel, Bus, Reiseführer, Eintritte, Mittagessen und Transport zurück nach Xi’an zu deiner Unterkunft. Ich bin selbst nicht der große Fan von organisierten Gruppenausflügen, aber das Chaos in China hat doch immer wieder die Oberhand und ich war nur froh, dass ich mich nicht mit lokalen Bussen (und den Schriftzeichen) herumschlagen musste.

Die Anlage der Terrakotta Armee ist einfach gigantisch. Nicht nur zahllose Tonkrieger erwarten dich dort, sondern ebenso Horden an Touristen. Sehenswert ist es allemal. Besonders beeindruckend fand ich die tiefen Ausgrabungen und die aufgereihten stehenden Krieger in der größten Halle.

Die große Halle ist besonders beeindruckend. © Shutterstock.com

Terrakotta Armee © Viktoria Urbanek

Xi’an – die ehemalige Hauptstadt Chinas

Die ehemalige Hauptstadt Chinas hat aber eben nicht nur ihre Terrakotta Krieger, sondern ist an sich auch sehr interessant. Besonders hat es mir die intakte Stadtmauer angetan. Fast 14 Kilometer ist sie lang und 12 Meter breit. Wer Lust hat einmal auf die Innenstadt Xi’ans herunterzublicken, kann ein paar Meter oben zu Fuß gehen oder mit einem Fahrrad eine Runde drehen.

Die Stadtmauer © Viktoria Urbanek

Viktoria (2. v.l.) mit ihren Bekanntschaften, mit denen sie noch immer Kontakt pflegt. © Viktoria Urbanek

Weitere Highlights sind der Trommel- und der Glockenturm, aber auch die Märkte im muslimischen Viertel.

Der Trommelturm am Tag ... © Viktoria Urbanek

... und bei Nacht © Shutterstock.com


Reisetipps für China

  • Visum: Beantrage dein Visum so lange im Voraus wie nur möglich. Leichter wird das Ganze, wenn du es einer Agentur überlässt. Diese kosten natürlich ein bisschen was, aber dann hast du es erledigt und kannst dich ganz deiner Reiseplanung widmen.
  • Essen: Eine Zeit lang habe ich doch sehr stark mit der lokalen Küche gekämpft.
  • Reisen innerhalb Chinas: Chinas Zugnetzwerk ist wirklich beeindruckend und günstig. Es gibt einige verschiedene Klassen, ganz für jeden Reisegeschmack. Wer allerdings noch Zeit sparen möchte, kann sich auch an tollen Flugverbindungen erfreuen. Von Peking und Shanghai kommt man eigentlich überall hin, aber auch die „kleineren“ Flughäfen haben einige faszinierende Destinationen auf Lager.
  • Mietauto: Geht nur, wenn du einen chinesischen Führerschein hast – also eher nicht. Aber keine Sorge, in dem Verkehrschaos willst du gar nicht selbst fahren müssen. Taxis sind auch generell sehr preiswert.
  • Sicherheit: Ich war sieben Wochen in China und habe mich immer sicher gefühlt. Ich war immer alleine unterwegs und habe in Hostels und auf organisierten Tagesausflügen einige Leute kennengelernt, mit denen ich heute noch in Verbindung bin.
  • Budget: In den größeren und touristisch wichtigen Städten und Regionen gibt es überall westliche Hotels und auch wirklich preiswerte Hostels, die einen guten Standart haben. China war vor 10 Jahren wirklich, wirklich günstig – mittlerweile ist es nach wie vor preiswert dort zu reisen, aber Inlandsflüge können schon auch mehrere hundert Euro kosten.
  • Xi’an eignet sich perfekt für einen Wochenendausflug. Wer länger bleiben möchte dem bieten sich noch einige andere Ausflugsziele in der Region an.
  • Xi’an zählt neben Peking und Shanghai zu den „Klassikern“ von Chinareisenden.

Xi'ans Architektur © Shutterstock.com

Xi'an © Viktoria Urbanek

Xi'an © Viktoria Urbanek

Warst du schon einmal in Xi’an? Welchen Eindruck hattest du von der Terrakotta Armee und der Stadt selbst? Wie hat dir China generell gefallen?