10 Tipps für deine Städtereise nach Florenz

10 Tipps für deine Städtereise nach Florenz

Wolltet ihr immer schon einmal nach Florenz reisen? Mit unseren 10 Tipps seid ihr bestens für eure nächste Städtereise gerüstet! 

Florenz, das ist eine meiner „Hach“-Städte. Hach, wie wunderbar! Hach, wie herrlich! Hach, wie fantastisch! Endlich werde ich wieder durch die schmalen Gassen schlendern, in den kleinen Cafébars die besten Cappuccinos schlürfen und mich durch die neuesten Eisvariationen kosten. Ich werde viele, viele Treppen steigen und vielen, vielen Touristen ausweichen…

1. Stopp: Il Duomo

Eigentlich heißt die Kathedrale von Florenz Santa Maria del Fioro, doch im Volksmund wird das Wahrzeichen der Stadt schlicht „Duomo“ genannt. Ich umrunde die viertgrößte Kirche der Welt (nach der Länge des Kirchenschiffs gerechnet) und versuche die ganze marmorne Pracht auf ein Foto zu bekommen. Es ist unmöglich.

Dom Florenz © Gudrun Krinzinger

Dom Florenz © Gudrun Krinzinger

Dom Florenz © Gudrun Krinzinger

Um wenigstens die berühmte Kuppel ordentlich ins Bild zu bekommen, erwerbe ich ein Kombiticket und steige die 414 Stufen des Campanile empor. Der Ausblick auf den Dom ist phänomenal. Bereits 1296 wurde mit dem Bau des Doms begonnen, fertig gestellt wurde er am 30. August 1436 von Filippo Brunelleschi. Er schuf eine frei schwebende Kuppel von 45 Metern Durchmesser.

Dom fotografiert vom Campanile © Gudrun Krinzinger

Domkuppel © Gudrun Krinzinger

Dass ich dieses Wunderwerk der mittelalterlichen Baukunst ebenfalls besichtigen möchte, ist logisch und so stehe ich am nächsten Morgen in einer langen Menschenschlange und warte auf Einlass. Die Schlange bewegt sich nur langsam vorwärts und nach einer Stunde zeige ich an der Kontrolle meine Karte. Doch auch im Dom selbst geht es im Schneckentempo weiter. 463 Treppenstufen sind zu bezwingen, es gibt keinen Lift, eine Umkehr ist aufgrund der schmalen Gänge ausgeschlossen und Frischluft ist wenig bis kaum vorhanden. Und trotzdem, im Nachhinein gesehen zahlt sich jeder einzelne Schritt aus. Alleine für die Betrachtung der Fresken in der Kuppel könnte ich mehrere Stunden einplanen.

Aufstieg zur Laterne © Gudrun Krinzinger
Aufstieg zur Laterne
Innenkuppel von Brunelleschi © Gudrun Krinzinger
Innenkuppel von Brunelleschi
Blick auf den Campanile vom Dom aus © Gudrun Krinzinger
Blick auf den Campanile vom Dom aus

Wer Informationen zum Bau des Domes sucht, ist im Dommuseum bestens aufgehoben. Hier sind neben einer Pietá von Michelangelo auch die originalen Bronzetafeln der Paradiespforte von Lorenzo Ghiberti ausgestellt. Die Pforte habe ich heute Morgen am Baptisterium bewundert, wusste jedoch nicht, dass es „nur“ eine Kopie ist.

Das Dommuseum © Gudrun Krinzinger
Das Dommuseum

© Gudrun Krinzinger

Paradiestür/Baptisterium © Gudrun Krinzinger
Paradiestür/Baptisterium

Mein Tipp:

  • Mit dem Kauf eines Kombitickets hat der Besucher Zugang zur Kathedrale, der Kuppel, dem Baptisterium, dem Glockenturm, der Gruft und dem Dommuseum.
  • Kosten: € 15 (Stand November 2016)
  • Vorsicht: Die Öffnungszeiten der einzelnen Sehenswürdigkeiten sind unterschiedlich.

2. Stopp: SandwiChic

Nach so einem Besichtigungsprogramm tut eine Pause gut. Im winzigen Laden in der Via San Gallo gibt es keine abgepackte Ware. Jedes einzelne Sandwich wird von einem freundlichen Mitarbeiter frisch zubereitet. Ich entscheide mich für „Schiacciata con Prosciutto Crudo“ (Fladenbrot mit Rohschinken) und es schmeckt mir.

SandwiChic
Via San Gallo 3
(zu Fuß 5 Minuten vom Dom entfernt)

SandwiChic © Gudrun Krinzinger

SandwiChic © Gudrun Krinzinger

3. Stopp: StreetArt in Florenz

Die Uffizien gelten als eines der berühmtesten Museen der Welt. Aber bevor ich bei schönem Wetter meine Zeit in einem Museum verbringe, schaue ich lieber den Straßenkünstlern bei der Arbeit zu oder mache mich auf die Suche nach den lustigen Verkehrsschildern, verziert vom Franzosen Clet Abraham. Einige seiner Arbeiten kann man in seinem Shop käuflich erwerben.

Studio Clet
Via dell’Olmo 8

Clet Abraham © Gudrun Krinzinger

Clet Abraham © Gudrun Krinzinger

Clet Abraham © Gudrun Krinzinger

4. Stopp: Ponte Vecchio

Ob bei Tag oder bei Nacht, die Ponte Vecchio ist etwas ganz besonderes. Gerber und Schlachter bewohnten ursprünglich die kleinen Häuschen auf der Brücke. Ihre Abfälle warfen sie in den Arno. Der Gestank wurde der Adelsfamilie Medici zuviel, die Schlachter mussten verschwinden und reiche Gold- und Silberschmiede nahmen bis heute deren Platz ein. Über die Brücke führt der Vasari-Korridor, ein Weg, der es den Medici erlaubte, ungesehen zwischen den beiden Palästen Pitti und Vecchio zu wechseln. Ausgeschmückt wurde der Gang mit den schönsten Gemälden. Hier hängen Bilder von den Künstlern Rubens, Rembrandt und Velazquez.

Ponte Vecchio © Gudrun Krinzinger

Auf der Ponte Vecchio © Gudrun Krinzinger
Auf der Ponte Vecchio

Ponte Vecchio © Gudrun Krinzinger

5. Stopp: Il Giardino di Boboli

In Florenz ist alles überdimensioniert, so auch die Gärten und Parks. Für einen Besuch im Boboli-Garten hinter dem Palazzo Pitti kann man einen ganzen Tag einplanen. Oder man sucht sich so wie ich einen Platz auf einer Wiese und genießt den Ausblick auf die Stadt. Beim Ticket für den Park ist der Besuch des Porzellanmuseum inkludiert

  • Ticket € 7 (Stand November 2016)
  • Vorsicht: Das Kaffeehaus am Gelände heißt zwar so, es ist aber keines. Es gibt im Park keine Möglichkeiten etwas zum Trinken oder Essen zu kaufen.
Ausblick vom Boboli Garten auf Florenz © Gudrun Krinzinger
Ausblick vom Boboli Garten auf Florenz
Porzellanmuseum © Gudrun Krinzinger
Porzellanmuseum

6. Stopp: Piazzale Michelangelo

Wo gibt es den schönsten Blick auf Florenz? Über diese Frage lässt sich streiten. Aber ein ganz besonderer Platz ist der Piazzale Michelangelo. Von hier aus lassen sich die wichtigsten Sehenswürdigkeiten gut erkennen: Palazzo Vecchio, Dom und Ponte Vecchio.

Ausblick auf Florenz von der Piazzale Michelangelo
Ausblick auf Florenz von der Piazzale Michelangelo

7. Stopp: GustaPanino

Wer sich abseits von großen Touristenmassen durch die Köstlichkeiten von Florenz probieren möchte, ist an der Piazza Santo Spirito gut aufgehoben. Ein Lokal reiht sich an der andere, so dass man immer einen Platz findet. Das kulinarische Angebot ist in etwa gleich, sehr gut hat es mir im GustaPanino geschmeckt.

Gustapanino
Piazza Santo Spirito, 2/R

Speisekarte GustaPanino © Gudrun Krinzinger

Tisch im GustaPanino © Gudrun Krinzinger

Carpaccio di Bresaola
Carpaccio di Bresaola

8. Stopp: Mercato di Sant’Ambrogio

Du bist zum ersten Mal in Florenz? Dann darf ein Besuch im Mercato Centralo nicht fehlen. Im Untergeschoß gibt es Obst, Gemüse, Nudeln, Fleisch, Gewürze und allerhand kulinarische Souvenirs für die Lieben zu Hause, im Obergeschoß gibt es kleine Essensstände.

Der Gruppe „Florenz für Fortgeschrittene“ empfehle ich aber einen Besuch am Mercato di Sant’Ambrogio. In der Markthalle werden Käse, Fisch und Fleisch verkauft, das Gemüse und Obst gibt es vor der Halle. Zusätzlich werden Blumen, Geschirr und Kleidung verkauft.
Piazza Lorenzo Ghiberti
Mo-SA 7-14 Uhr

Mercato di Sant’Ambrogio © Gudrun Krinzinger

Mercato di Sant’Ambrogio © Gudrun Krinzinger

9. Stopp: Il Gelato di Filo

Die Italiener gelten zu recht als die besten Speiseeishersteller. Ganz klassisch geht es im „Il Gelato di Filo“ zu. Meine Wahl: Amarena, Nougat und Karamel.

Il Gelato di Filo
Via S. Miniato 5

Il Gelato di Filo © Gudrun Krinzinger

10. Stopp: Torre Arnolfo

Zum Abschluss verrate ich euch, wo ihr den schönsten Blick auf den Dom habt. Dafür steige ich den Torre Arnolfo hoch, so heißt der 94 Meter hohe Turm des Palazzo Vecchio. Komischerweise bin ich ganz alleine auf dem Turm, niemand sonst wollte die 223 Stufen hochsteigen. Die Aussicht? Einfach fantastisch, genial, wunderbar! Hach, Florenz!

  • Eintrittspreis Turm: €10  (Stand November 2016)
  • Eintrittspreis Turm und Museum : €14 (Stand November 2016)

Florenz von oben © Gudrun Krinzinger

Florenz © Gudrun Krinzinger

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