Singapur: Sauberkeit, Multikulti & ein atemberaubender Orchideen-Garten

Gastbloggerin Susanne von reisephilie.at war nach 10 Jahren erneut in Singapur. Was sie erlebt hat, und wie sich die Stadt in den Jahren verändert hat, erzählt sie uns in ihrem Beitrag.

Singapur © Susanne Cochlar

Als ich 2004 das erste Mal Singapur gesehen habe, habe ich mich sofort verliebt. Ein Stadtstaat der ganz besonderen Art: So sauber, so abwechslungsreich, so klar, so interessant! Ich wusste, ich möchte wiederkommen.

Eigentlich bin ja ich vorsichtig damit, ein zweites Mal an den selben Ort zu reisen, da die Erwartungshaltung aufgrund der positiven Erinnerung extrem hoch ist. Doch auch nach 10 Jahren beeindruckt mich Singapur noch genauso wie damals.

So sauber, dass man fast von der Straße essen kann

Dass man sich in der saubersten Stadt Südostasiens befindet, fällt sofort auf und bedeutet für uns Europäer ein dickes Plus. In anderen asiatischen Hauptstädten wie zum Beispiel Manila oder Jakarta sieht das ganz anders aus.

Singapur saubere Straßen © Susanne Cochlar

In Singapur herrschen strenge Gesetze. Daher findet man überall Mistkübel.  Es ist angenehm zu sehen, dass niemand seinen Müll auf die Straße fallen lässt, nicht mal Kaugummi. Auch Rauchen auf der Straße und angeblich sogar das Rauchen im Auto sind verboten. Vor 10 Jahren habe ich so gut wie gar niemanden in der Öffentlichkeit eine Zigarette rauchen gesehen. Inzwischen hat sich das doch etwas gelockert und vor Einkaufszentren oder Bürogebäuden gibt es abgegrenzte Raucher-Bereiche. Damit auch die MRT, also die U-Bahn, sauber bleibt gibt es Verbotsschilder mit einigen „Don‘ts“.

Weihnachts-Overkill auf der Orchard Road

Wer schon einmal in Singapur gewesen ist, kennt sie die Orchard Road, die große Einkaufsmeile Singapurs. Eine sehr beeindruckende Straße, an der man ausgedehnt flanieren, bummeln und shoppen kann.

Singapur © Susanne Cochlar

Natürlich gibt es hier neben einheimischen Labels auch alle Marken, die es bei uns gibt. Sei es Swarovski, Ikea, H&M oder die zahlreichen High Fashion Labels. Der Globalisierung sei Dank – oder auch nicht. Überrascht war ich allerdings, dass ich Ende November bei 30 Grad Celsius wieder von Weihnachtsdekoration und Weihnachtsmusik umgeben war. Das fühlt sich in einer tropischen Gegend ungewohnt an

Landgewinnung verändert die Küstenlinie

Für mich waren früher nur Dubai bekannt für Ihre Landgewinnung. Inzwischen weiß ich, dass das auch für Singapur von großer Bedeutung ist.  Es hat sich doch einiges in 10 Jahren getan. Da wo früher nur eine einfache Bucht war, stehen heute viele moderne und imposante Bauten.

Singapur © Susanne Cochlar

Auch wenn diese Landgewinnung für die Meere und Küsten sicher problematisch sind, muss ich schon sagen, dass der Landstreifen entlang der Marina Bay wirklich beeindruckend ist. Auf der einen Seite stehen hier noch alte Gebäude wie das Hotel The Fullerton und der wasserspeiende  Merlion, ein Fabelwesen mit Löwenkopf und Fischkörper und das eigentliche Wahrzeichen von Singapur.

Kunst, Kultur & ein spektakulärer Ausblick

Auf der anderen Seite befindet sich eine schöne Grünfläche mit ausreichenden Sitzgelegenheiten und schönen Kunstobjekten. Mitten drinnen steht ein nettes Shoppingcenter mit einem  Indoor-Eislaufplatz, wobei der Boden aus Kunststoff ist. Ganz schön witzig, so etwas hier zu sehen.

Singapur © Susanne Cochlar

Auch andere faszinierende Bauwerke gibt es in Singapur. Zum Beispiel das neue Kulturzentrum, das mit seinen gezackten Hallendächern wie eine Durian aussieht oder die Helix-Brücke, die wie ein DNA-String geformt ist. Und natürlich das futuristische Hotel Marina Bay Sands.

Singapur © Susanne Cochlar

Wenn man nicht in diesem Hotel wohnt, kommt man eigentlich nicht auf das Dach um den Ausblick über Singapur zu genießen. Freunde, bei denen ich vor 10 Jahren übernachtete haben mir allerdings einen Tipp gegeben, wie man dennoch die Aussicht genießen kann: Man geht einfach auf einen Drink in die Hotelbar. Und schon ist man ganz oben. Der Ausblick ist einfach atemberaubend!

Singapur Marina Bay Sands© Susanne Cochlar

„Strandeln“ am Clarke Quay

Gleich ein Stückchen von der Bay entfernt, kommt man zum Clarke Quay.  Direkt am Singapur River findet man auf beiden Seiten entlang der schöne Promenaden viele Lokale und Bars. Sie ist „die“ Ausgehmeile und hier findet garantiert jeder ein Lokal nach seinem Geschmack.

Singapur © Susanne Cochlar

Multikulti-Viertel

Singapur mit seinen vier Amtssprachen ist ein Schmelztiegel der Kulturen. Hier funktioniert Multikulti wunderbar. Ich wollte tiefer in die einzelnen Kulturen einzutauchen und  habe mir das arabische und indische Viertel sowie Chinatown angesehen. Es hat sich gelohnt.

Singapur © Susanne Cochlar

Orchideen-Garten

Heute wo man Orchideen in jedem Möbelhaus oder Baumarkt bekommt, schienen sie für viele Menschen nicht sonderlich exotisch zu sein.. Trotzdem  ist es etwas Besonderes,  Orchideen in ihrer natürlichen Umgebung zu sehen. Ich liebe ja Pflanzen bzw. Gärten und war deshalb vom Orchideen-Garten mehr als beeindruckt. Diese Vielfalt und Schönheit dieser Blumen ist einfach atemberaubend.

Singapur © Susanne Cochlar

Schatten und Dämmerung wo seid ihr?

Da Singapur ziemlich nahe dem Äquator liegt, scheint die Sonne direkt von oben und wirft daher kaum Schatten. Es ist daher schon eigenartig, wenn man kaum einen Schatten wirft.

Singapur © Susanne Cochlar

Typisch für diesen Breitengrad ist auch die extrem kurze Dämmerung.  Für uns Mitteleuropäer sicher außergewöhnlich. Singapur – ich komme sicher wieder. Auch wenn ich nun Singapur schon drei Mal gesehen habe, will ich wieder kommen. Vor allem als Ausgangspunkt für Südostasienreisen oder als Zwischenstopp am Weg nach Australien ist Singapur ideal. Singapur ist nicht nur sicher und sauber sondern immer wieder eine Reise wert.

 

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