Reisetipp Venedig – Flanieren in der schwimmenden Stadt

Rechtzeitig zur Biennale 2015 führt unsere Gastbloggerin Petra von Pixi mit Milch durch  Venedig und zeigt euch ihre Highlights aus der schwimmenden Stadt.

In Venedig merkt man überall die Nähe des Meeres © Petra Gschwendtner

Wer Venedig hört, denkt bestimmt sofort an den Karneval mit seinen venezianischen Masken, an die Kanäle und die Gondoliere, auch an die vielen historischen Plätze, die man zum Teil aus Filmen und Büchern kennt. Bei meinem Venedig-Urlaub habe ich zwar das gesamte Touristen-Programm durchgezogen, mein Herz hab ich aber vor allem an die kleinen Gassen und Kanäle abseits der typischen Touristen-Hotspots verloren.

Venedig – Was ist vor der Reise zu beachten?

Venedig und seine Lagune ist bereits seit 1987 UNESCO Weltkulturerbe und zieht seither immer mehr Touristen an. Vor meinem Urlaub hatte ich daher auch schon so einiges über die Stadt gehört. Während die einen nur so von der wunderschönen Altstadt und den vielen schönen Brücken geschwärmt haben, meinten andere, dass es gerade im Sommer aufgrund der vielen Kanäle fürchterlich stinken und daher unangenehm sein würde. Wir waren Ende Juni dort und haben davon wirklich gar nichts gemerkt.

Mit der Gondel auf den Kanälen von Venedig © Petra Gschwendtner

Boote auf einem Kanal in Venedig © Petra Gschwendtner

Unser Hotel lag gleich bei Ferrovia, was direkt neben dem Bahnhof und generell sehr zentral gelegen ist. Straßenbahnen gibt es in Venedig nicht. Der Verkehr findet im Wesentlichen auf dem Wasser statt. Mit den sogenannten Vaporetti, also den Wasserbussen, kommt man bequem von A nach B und kann sich dabei auch noch die beeindruckenden Gebäude auf dem Fahrtweg ansehen. Neben den Wasserbussen gibt es aber auch noch die Gondoliere, für die Venedig bekannt ist. In einer Gondel können bis zu 6 Personen mitfahren. Der Preis variiert je nach Dauer der Fahrt, Personen in der Gondel und Auslastung der Fahrer. Günstig ist es nicht, romantisch aber auf jeden Fall.

Die Sehenswürdigkeiten – Von der Rialtobrücke bis zum Markusplatz

Neben den Wasserbusfahrten haben wir die Stadt primär zu Fuß erkundet. Die Ponte di Rialto führt direkt über den Canal Grande und ist eigentlich zu jeder Tages- und Nachtzeit gut besucht. Von ihr aus hat man einen fantastischen Blick auf den Canal Grande, den man mit den Wasserbussen befahren kann. Entlang des Kanals findet man vielzählige geschichtsträchtige Bauten, wie Kirchen und Paläste.

Der berühmte Markusdom und Dogenpalast in Venedig © Petra Gschwendtner

Von der Rialtobrücke aus kann man wunderbar durch San Marco schlendern, wo man an weiteren Kirchen, aber auch an vielen Geschäften vorbeikommt. Ein weiterer touristischer Hotspot ist die Piazza San Marco. Hier findet man die berühmte Basilica di San Marco, die zum Teil auch besichtigt werden kann.

Mein Tipp: Wer sie von innen sehen möchte, sollte wirklich früh dran sein, denn die Schlangen sind lang! Doch auch von außen ist der Dom sehr schön anzusehen. Rechts daneben befindet sich der Dogenpalast und links davon der Torre dell’Orologio.

Cafés am Markusplatz, Venedig © Petra Gschwendtner

Torre dell'Orologio in Venedig © Petra Gschwendtner

Am Markusplatz selbst findet man auch einige Kaffees, wie beispielsweise das Caffè Florian. Es ist wohl das berühmteste und auch Italiens ältestes Kaffeehaus. Früher trafen sich hier primär Künstler, heute ist es ganz klar auf den Tourismus ausgelegt, was sich auch bei den Preisen niederschlägt. Wer lieber etwas sparen möchte, geht einfach ein paar Straßen weiter. In den kleinen Gassen findet man nämlich auch ein paar sehr nette, aber günstigere Kaffeehäuser und Restaurants. Ein Highlight für alle, die gerne essen, sind die Märkte in Rialto. Nicht unweit der Rialto-Brücke finden Dienstags bis Samstags der Gemüse- und Fischmarkt statt. Beide sollte man am besten bereits vormittags besuchen.

Die Ruheoasen Venedigs

Wer dem Tourismus etwas entfliehen möchte, steigt bei San Marco in ein Vaporetto ein und fährt nach Giudecca. Bei der Haltestelle Zitelle merkt man recht schnell, dass die Uhren hier langsamer gehen. Auf den Straßen kommen einem vorwiegend Venezianer entgegen und die Uferpromenade kann man an einem Wochentag fast alleine entlang schlendern. Von dieser hat man einen fabelhaften Blick auf das nicht weit entfernte Venedig und auf dessen Skyline. Aus diesem Grund sind wir auch die gesamte wunderschön gestaltete Promenade entlang gelaufen und sind sogar bis Sacca Fisola spaziert.

Canal Grande und kleine Gassen der Innenstadt in Venedig © Petra Gschwendtner

Ein absolutes Highlight für Kunstliebhaber ist die Guggenheim Collection. Peggy Guggenheim lebte lange in Venedig und baute eine beeindruckende Sammlung an moderner Kunst auf, die hier ausgestellt wird. Das Museum ist riesig, man sollte daher auf jeden Fall mehrere Stunden für den Besuch einplanen.

Vor der Peggy Guggenheim Collection in Venedig © Petra Gschwendtner

Interaktive Kunst in der Peggy Guggenheim Collection, Venedig © Petra Gschwendtner

Generell sollte man sich in Venedig nicht zu sehr auf die großen Sehenswürdigkeiten fixieren, sondern sich ein wenig treiben lassen und in den Kanälen verirren. Denn gerade in den Seitengassen findet man viele tolle Shops und Cafés und taucht so erst in das wahre Venedig ein.

Unterwegs in den Gassen von Venedig © Petra Gschwendtner

Venedig steckt voller Charme und imposanter Architektur. Voller kleiner Brücken und unentdeckter Straßen. Eine Stadt, in der die Zeit ein bisschen stehen geblieben ist und in der man ganz wunderbar abtauchen und seine Seele baumeln lassen kann.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *