PERU – Mein Backpacker-Paradies

Mitarbeiterin Susanna Wiedermann war in Peru. Ihre Erlebnisse als Backpacker und die Eindrücke von einem der faszinierendsten Länder Südamerikas schildert sie uns in diesem Blog-Beitrag.

Bevor ich meinen Urlaub plante, fragte ich mich: welches Land würde ich gerne als Backpacker und als allein reisende Frau bereisen wollen? Nach kurzer Überlegung war es mir klar – es wird Peru. Ich möchte meine wunderbaren Erlebnisse und Begegnungen mit euch teilen – es gibt Vieles zu berichten:

Peru © Susanna Wiedermann

Cusco – mir blieb die Luft weg

Start meiner Reise war Cusco auf 3.416 Meter Höhe und knapp 1:15 Stunden Flugzeit von der Hauptstadt Lima entfernt.  Man spürt die Geschichte in dieser bezaubernden Stadt an jeder Straßenecke, den Kathedralen und Plätzen. Die Straßen sind voll mit Einheimischen in traditionellen Kleidern. Überraschenderweise steht das Nachtleben in Cusco dem einer Großstadt in nichts nach. Von Salsa-Lokalen bis zu Bars mit Discomusik – ich war positiv überrascht.

Cusco

Der Hauptgrund vieler Reisender nach Cusco zu kommen ist die berühmte Inka-Stadt Machu Picchu. Aufgrund der Höhenlage der Stadt benötigt man gute zwei Tage zur  Akklimatisierung. Kopfschmerzen und Übelkeit in den ersten Tagen sind keine Seltenheit. Immer wieder habe ich auch Leute gesehen, die sich gleich am nächsten Tag nach Ankunft auf den Weg gemacht haben und die unterschiedlichen Bedingungen in dieser Höhe unterschätzt haben.

Hosteltipp: Das Kurumi Hostel habe ich mir ausgesucht und ich war sehr zufrieden. Der Garten mit Ausblick und Hängematten lässt die lange Anreise und die Höhe gut verarbeiten.

Peru © Susanna Wiedermann

Trekking Spaß und andere Ausflüge

Es gibt viele  Ausflugsmöglichkeiten – welche würde mich wohl am meisten ansprechen? Die Auswahl war groß.

Die bekannteste Tour ist der „Salkantay Trekmit einer Dauer von 5 Tagen. Trekking ist wohl eine der schönsten und intensivsten Art des Reisens, allerdings nicht jedermanns Sache. Ein gewisses Maß an Fitness ist auf alle Fälle Voraussetzung.

Peru © Susanna Wiedermann

Für diejenigen, die Trekking mit Radfahren und Rafting kombinieren wollen, gibt es den Inka Jungle Trek mit einer Dauer von 3 Tagen. Ein empfehlenswerter und vertrauenswürdiger  Anbieter ist Marcelos Travel Adventure, der sich direkt am Hauptplatz „Plaza de Armas“ in Cusco befindet.

Der einfachste und wohl am wenigsten anstrengende Weg Macchu Picchu zu erleben, ist mit der Bahn: mit Perurail von Poroy ( ca. 25 min mit dem Taxi von Cuszo entfernt) bis nach Aguas Calientes und einer Fahrtdauer von knapp 3 Stunden. Die Eintrittskarten erhält man direkt vor Ort oder bequem online.

Peru © Susanna Wiedermann

Lust auf ein bisschen Bolivien?

Ein Nachtautobus fährt direkt von Cusco nach Copacabana in Bolivien am Titicacasee. Ein kleiner Ort an diesem atemberaubenden 3.810 Meter hoch gelegenen See.  Die Tour mit dem  Boot auf die Isla del Sol hat mir besonders gut gefallen. Ich empfehle den Norden anzufahren, eine Nacht zu bleiben und am nächsten Tag eine dreistündige Wanderung in Süden der Insel zu unternehmen. Für Unterkunft und Verpflegung ist ebenfalls gesorgt: es gibt einladende Hostels und Restaurants auf dieser schönen Insel.

Peru © Susanna Wiedermann

Peru © Susanna Wiedermann

Peru © Susanna Wiedermann

Nach 2 Nächten in Copacabana war die nächste Station Puno. Puno war nur eine Zwischenstation, um einen Ausflug auf die schwimmenden Inseln zu unternehmen. Die Inseln sind aus Totora-Schilf geflochten und man kann dort auch übernachten.

Peru © Susanna Wiedermann

Peru © Susanna Wiedermann

Ab in die prächtige Stadt ArequipaKathedralen, Museen, Restaurants und Bars reihen sich an den mit Kopfsteinpflastern versehenen Gassen und Straßen. Eine Stadt zum Verweilen!

Peru © Susanna Wiedermann

Peru © Susanna Wiedermann

Für Sportliche gibt es im drei Stunden entfernten Colca de Canyon eine 2 tägige Trekking-Tour, die ich empfehlen kann. Auf einer Aussichtsplattform kann man sogar Kondore beobachten.

Peru © Susanna Wiedermann

Man ist ganz schön stolz, wenn man den Trek  mit tiefen Schluchten und den steilen Aufstieg über 1.100 Höhenmeter geschafft hat.. Das beste Work-out Training! Für Familien gibt es eine „Light Variante“ im Minibus.

Peru © Susanna Wiedermann

Nasca Linien & Huacachina

Die sagenumwobenen Nasca-Linien habe ich mir natürlich nicht entgehen lassen – zwar nur von einem Aussichtsturm, aber immerhin.

Peru © Susanna Wiedermann

Und plötzlich war sie da,  Huacachina, die von Dattelpalmen umrandete Oase im Südwesten Perus. Action pur verspricht das Sandboarding auf den 100 m hohen Dünen. Diesen Ausflug kann man ganz einfach im Ort direkt buchen. Das Hostel Curasi ist empfehlenswert, liegt mitten im Ort und hat einen großen Pool und ansprechbare Zimmer.

Peru © Susanna Wiedermann

Peru © Susanna Wiedermann

Peru © Susanna Wiedermann

Von Huacachina nach Paracas – Islas Ballestas

Nach einer dreistündigen Fahrt mit dem Bus von Huacachina habe ich Paracas erreicht. Ein kleiner Ort direkt am Sandstrand , den sich Einheimische und Reisende gleichermaßen teilen. Die gemütlichen Bars, die täglich frisches Barbecue anbieten, machten Paracas sehr sympathisch. Beliebt bei Urlaubern ist ein Ausflug ist auf die Islas Ballestas zu den zerklüfteten Felsen, wo sich Seelöwen-Kolonien und verschiedenste Vogelarten tummeln.

Peru © Susanna Wiedermann

Direkt in Paracas habe ich mir das Ticket für die 2 Stunden Ausfahrt gekauft. Um die restlichen Tage entspannt ausklingen zu lassen habe ich 3 Nächte im Hostel Kokkopelli verbracht. Ein kleiner Pool und eine große Terrasse mit direktem Zugang ans Meer lässt Backpackers Herzen höher schlagen.

Peru © Susanna Wiedermann

Die Hauptstadt Lima & Huaraz 

So wie viele andere Städte Perus hat auch Lima einen “Plaza de Armas”. Die Stadt ist in mehrere Viertel aufgeteilt. Ich habe mir das Viertel “Miraflores” ausgesucht, ein sicheres und zugleich nahe am Strand liegendes Viertel. An der Strandpromenade konnte ich gut die zahlreichen Surfer und Paraglider beobachten. Es war ein Spektakel. Von anderen Backpackern bekam ich den Tipp nach Huaraz zu fahren. Huaraz liegt circa 400 km nördlich von Lima und ist der „Trekkinghimmel“.  Es gibt es sehr viele Tages- oder mehrtägige Trekkingtouren von Huaraz aus.

Peru © Susanna Wiedermann

Peru © Susanna Wiedermann

Zum Lago 69

Auf 4.767 Meter Höhe liegt einer der türkisesten Seen, den ich je gesehen habe. Die Tour ist etwas anspruchsvoll aber es hat sich ausgezahlt. Dieser Trip war beeindruckend schön, die Landschaft einfach nur atemberaubend.

Peru © Susanna Wiedermann

Zum Lago de Curup

Spontan mit der einheimischen Rezeptionistin und zwei weiteren Backpackern  organisiert, machten wir uns mit dem Taxi auf den Weg zum Ausgangspunkt Pitec. Von dort wanderten wir zwei Stunden bergauf zum Lago Churup auf 4.450 Meter Höhe.

Die bekannteste Tour ist der 4-tägige “Santa Cruz Trek”. Viele Trekking-Begeisterte reisen nur deshalb nach Huaraz. Ich empfehle den Anbieter Huascaran. Vorteil im Vergleich zu anderen Anbietern: pro Tag fünf Mahlzeiten, saubere Zelte und warmes Wasser. Das überzeugt, oder?

Peru © Susanna Wiedermann

Mein Hosteltipp:  Churup. Ich hatte ein Zimmer im dritten Stock mit offenem Kamin, gemütlicher Couch und einer Terrasse mit Blick auf die Berge. Es war der perfekte Ort um diesen Blog zu schreiben.

Hier endet auch meine Reise ins Land der Anden. Ich hoffe, ihr seid ebenso beeindruckt, wie ich es war und bin.

 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *