Isa in Mittelamerika: Teil 1 – Sonne, Salsa & Pura Vida

Sonnenuntergang auf Ometepe © Isabella Falter

Pferde auf Ometepe © Isabella Falter

Kanutour auf dem Rio San Juan © Isabella Falter

Einer meiner größten Träume war es schon immer, Mittelamerika zu bereisen. Und zwar so richtig, für mehrere Monate. Endlich habe ich mir diesen Traum erfüllt und genieße als erste Station meiner Reise das karibische Nicaragua, während in Österreich der Winter sein Unwesen treibt.

 Sonnenuntergang in Nicaragua © Isabella Falter

Frauen in Nicaragua © Isabella Falter

Mittelamerika

… ist Teil Lateinamerikas und umfasst auf dem Festland folgende Länder: Mexiko, Guatemala, Belize, Honduras, El Salvador, Nicaragua, Costa RicaPanama.

… außerdem sind die westindischen Inseln wie Jamaika, Kuba, Dominikanische Republik/Haiti und viele weitere ein Teil davon.

Tor zu Mittelamerika: Bienvenidos a Nicaragua!

In Nicaragua herrscht tropisches Klima, das bedeutet, dass es das ganze Jahr über ein Klima von ca. 30 Grad Celsius herrscht und es eine Regenzeit sowie Trockenzeit gibt. Da ich dieses wunderschöne Land in der Trockenzeit bereise, begrüßt mich fast jeden Morgen die Sonne.

Meine ersten Eindrücke von Nicaragua sind durchwegs ziemlich gut. Die meisten Einheimischen sind sehr entspannt, freundlich und bemühen sich in der Kommunikation stets, langsames Spanisch zu sprechen. Dass jemand Englisch spricht, ist außerhalb der touristischen Gebiete allerdings eine absolute Seltenheit.

Mein Tipp: Unbedingt vor der Reise die wichtigsten Sätze auswendig lernen und ein Wörterbuch im Mini-Format einpacken. Noch besser: vor Ort einen Spanischkurs besuchen.

Häuserfassaden von San Carlos © Isabella Falter

Unterwegs in Nicaragua – Abenteuer „Chickenbus“

Dass die Spanier lange Zeit die Herrschaft über Nicaragua hatten, sieht man vielerorts noch an den prächtigen Kolonialbauten und den beeindruckenden, großen Kirchen. Die beiden schönsten Kolonialstädte sind Granada und León, beide gut mit öffentlichen „Chickenbussen“ für ein paar Euro zu erreichen. Wem es unangenehm ist, mit den oft nicht ganz zuverlässigen Bussen zu fahren, weicht einfach auf einen (Achtung, ca. 10-facher Preis!) klimatisierten Touristen-Shuttlebus aus. Die touristischen Orte an der Pazifikküste sind alle gut vernetzt und leicht zu erreichen.

Kathedrale von Granada © Isabella Falter

Kunstvoller Ausblick auf León © Isabella Falter

Mein Tipp: Mindestens einmal in einem „Chickenbus“ mitfahren. Die bunt bemalten alten Schulbusse aus den USA sind eine prächtige Erscheinung. In und auf ihnen wird so ziemlich alles transportiert, was von A nach B gebracht werden muss. Ein Sitzplatz ist nicht immer garantiert, außer man steigt am Busbahnhof ein.

Bus in San Carlos © Isabella Falter

Als Frau alleine in Mittelamerika

Da ich als alleinreisende Frau unterwegs bin, werde ich von manchen einheimische Männern leider mit „Mi Amor!“ oder „Guapa!“ angesprochen. In vielen Fällen werde ich auch mit Lauten gerufen, die ich selbst gegenüber Katzen verwende… Generell ist der Respekt vereinzelter Männer vor (weißen) Frauen nicht besonders hoch und von Autos, Lastwägen oder Bussen wird man standardmäßig mindestens einmal angehupt. Die Hotpants sollte man hier also wirklich nur in sehr touristischen Gebieten oder am Strand auspacken, was aber nicht heißt, dass einem im Schlabberlook nichts widerfährt. Sobald ich mich jedoch gemeinsam mit einer männlichen Person auf der Straße bewege, scheine ich Luft zu sein für die vorher so unverschämten Einheimischen…

On the Road in Nicaragua © Isabella Falter

Unterkünfte & Kulinarik in Nicaragua

Dass Nicaragua das zweitärmste Land Mittelamerikas ist, merkt man auf jeden Fall an den günstigen Essens- und Hotelpreisen. Wer sich mit wenig Luxus und einem Schlafsaal zufrieden gibt, schläft bereits ab ca. 3 Euro pro Nacht. Ein Einzelzimmer ohne Bad gibt’s ab 8 Euro.

Marktplatz von León, Nicaragua © Isabella Falter

Eine ordentliche Mahlzeit inklusive Getränk kostet zwischen 1,5 und 5 Euro, vorausgesetzt man mag das für Nicaragua übliche „Gallo Pinto“ (Reis mit roten Bohnen), gebratene Kochbananen, gegarte Yukkawurzeln, gegrilltes Fleisch, Fisch, Eier in allen Variationen, geröstete Schweinehaut und noch vieles mehr.

Yuccawurzeln mit Mangosalat © Isabella Falter

Mein Tipp: Unbedingt gegarte Yukkawurzeln mit saurem Mangosalat probieren! Am besten macht man das in Granada am Marktplatz bei einem der „comedores“ (Essensstände).

Vulkane, Strände und Nicaraguasee

Ufer des Nicaraguasees © Isabella Falter

Die wunderbar abwechslungsreichen Landschaften Nicaraguas sind stellenweise atemberaubend schön. An der Pazifikküste findet man zahlreiche Strände mit perfekten Surfwellen, im Norden bergiges Hochland, außerdem gibt es den großen Nicaraguasee, an dessen Ufer sich ein paar sehr schöne Städte befinden.

Vulkan Conception auf Ometepe © Isabella Falter

Hier gehts zum Yoga auf Ometepe, Nicaragua © Isabella Falter

Nicht zu vergessen die Insel Ometepe, mitten im Nicaraguasee, bestehend aus zwei perfekt geformten Vulkanen. Dort drehen sich die Uhren etwas langsamer als im Westen des Landes und man kann mal so richtig ausspannen. Was aber auch heißt, dass der Bus manchmal einfach gar nicht fährt und man seinen Zeitplan daher nicht allzu straff gestalten sollte.

Mein Tipp für Ometepe: Wer Yoga, Vollkornbrot und Freiluftduschen mag, sollte unbedingt ein paar Tage auf der Finca „El Zopilote einplanen. Ich finde nur ein Wort dafür: paradiesisch!

Krokodil am Rio San Juan © Isabella Falter

Das mittelamerikanische Dorf El Castillo © Isabella Falter

Tucavogel © Isabella Falter

Aussicht auf den Rio San Juan von der Festung El Castillo © Isabella Falter

Der südlichste Teil Nicaraguas hat auch einiges zu bieten. Wer eine Bootsfahrt auf dem naturgeschützten Grenzfluss zu Costa Rica unternimmt, wird einsame kleine Dörfer, viele Vogelarten, Schildkröten, Affen und vielleicht sogar Alligatoren zu Gesicht bekommen. Außerdem gibt es in El Castillo eine alte spanische Festung zu bewundern und die Nähe zum karibischen Meer ist schon deutlich spürbar. Auf WLAN oder Handyempfang muss man hier allerdings verzichten.

Mein Tipp für El Castillo: Unbedingt eine Tour in die Region „Indio Maíz“ unternehmen. Der beste Guide vor Ort ist José, er wohnt ca. 50 m rechts von der Bootsanlegestelle und sein Haus ist mit vielen Bildern geschmückt. Er paddelt mit seinem privaten Kanu den Fluss abwärts und hat ein super Auge für Tiere aller Art in dieser Region. Obwohl ich schon oft im Regenwald war, habe ich noch nie so viele Tiere gesehen wie an diesem Tag mit José.

Playa Maderas, Nicaragua © Isabella Falter

Das karibische Corn Island, Nicaragua

Die Karibikküste Nicaraguas hat einige kleine, jedoch nur äußerst mühsam erreichbare Städtchen zu bieten. Die am besten erreichbaren Ziele sind die berühmten „Corn Islands“, zwei karibische Perlen vor der Küste Nicaraguas. Wer nach dem perfekten Paradies sucht und erschwinglichen Hummer mag, ist hier wohl absolut richtig. Am besten sind die Inseln mit dem Flugzeug von der Hauptstadt Managua aus zu erreichen.

Vulkan auf Ometepe © Isabella Falter

Sonnenuntergang in San Carlos © Isabella Falter

Kirche in León, Nicaragua © Isabella Falter

Und wie geht es weiter? Die Reise zum „Pura Vida“

Meine Suche nach dem „Pura Vida“ ist noch nicht zu Ende, als nächstes ist Costa Rica an der Reihe. Dort hat der berühmte Ausspruch seinen Ursprung und ich bin gespannt, in wie vielen Hängematten ich schaukeln und wie viele frische Früchte ich essen muss, um diesen Zustand zu erreichen 😉 Es bedeutet übrigens so viel wie „Einfach leben!#

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