Mexiko: (Ab)tauchen in versunkenen Welten

Bloggerin Viktoria von chronic-wanderlust.com hat bereits viele Plätze der Welt betaucht – einige ihrer liebsten Tauchspots befinden sich in Mexiko.  Für uns hat sie die Highlights zusammengefasst.

Die Perspektive eines Tauchers

Auf einem Tauchboot vor der Insel Cozumel, Mexiko – 33°C Lufttemperatur, 28°C Wassertemperatur…
„Geht’s schon?” – „Hopp, rein mit dir!”
Darauf folgt eine Rückwärtsrolle und ein mächtiges „Platsch“. Das warme Meerwasser umarmt mich und ich bin wieder vollkommen in meinem Element! Wer selbst taucht wird mich verstehen, wenn ich sage: Es gibt kein besseres Gefühl als umgeben von Wasser atmen zu können und dabei das Meer immer wieder aufs Neue für sich zu entdecken.

Die Unterwasserwelt Mexikos ist eine der schönsten auf der ganzen Welt – ich würde sogar meinen die Allerschönste. Selbst das berühmte Great Barrier Reef in Australien kann mit dem zweitgrößten Riff, dass an der Halbinsel von Yucatán vorbeiläuft, bei weitem nicht mithalten. Das ganze Jahr lang kann man mit oder auch ohne Neoprenanzug die Fische und die Korallenriffe beobachten – das können nicht viele Taucher Hotspots von sich behaupten!

Ein Paradies für Unterwasserratten – Cozumel

Cozumel, die kleine Yucatan vorgelagerte Insel, erreicht man entweder direkt per Flugzeug oder einfach mit der Fähre von der Küstenstadt Playa del Carmen aus. Stündlich navigiert die flotte Fähre in ca. 40 Minuten zwischen Festland und Insel hin und her. Aus diesem Grund bietet sich Cozumel auch sehr gut für Tagesausflüge zum Tauchen oder zum Erkunden der Insel an.

Malerischer ökologischer Park auf der Insel Cozumel im karibischen Meer vor MexikoTauchergruppe unterwegs in Mexiko

Die Riffe von Cozumel sind so farbenprächtig wie nur wenig andere. Die berühmte Santa Rosa Wall ist eindeutig der beliebteste Spot für Taucher, dennoch ist es hier selten überfüllt mit Tauchern. Die Korallenwand bietet bei jedem Tauchgang Abwechslung – einige Tauchguides kennen auch ein paar Tunnel, wo das Durchtauchen besonders viel Spaß macht. Unter Felsvorsprüngen findet man immer wieder friedlich schlafende Ammenhaie.

Aber auch Nachttauchgänge erfreuen sich hier besonderer Beliebtheit. Der Tauchplatz „Jardines”, was übersetzt Gärten bedeutet, ist bei Nacht um einiges belebter als noch bei Tageslicht. Octopi, Langusten, Krabben und Schildkröten lassen sich hier bei jeder Nachtexkursion finden.

Einmal mit Haien tauchen in Playa del Carmen

In den relativ kalten Wintermonaten, was immer noch Temperaturen von 32°C bedeutet, statten Playa del Carmen nicht nur die herkömmlichen Touristen an Land einen Besuch ab, sondern auch Wasserbewohner. Gruppen von majestätischen Bullenhaien residieren einige Monate vor der Küste Mexikos.

Schildkröte und Taucher vor Playa del Carmen Bullshark im Meer von Mexiko

Kettenhemden oder Stahlkäfige sind bei den Tauchgängen jedoch nicht notwendig. Die Bullenhaie sind friedlich, solange man sich an die Anordnungen des Tauchguides hält. Keine abrupten Bewegungen und einfach ruhig am Sand liegen ist die Devise. Bis zu 15 Haie wedeln dann ruhig mit ihrer Schwanzflosse um die Taucher herum. Einer der besten Tauchgänge, die ich bis dato erlebt habe!

Cenotes – Höhlen und Dschungelschätze

Die Halbinsel von Yucatán gleicht der Konsistenz eines Schweizer Käse. Der Untergrund ist durchzogen von Löchern und Höhlensystemen, die unterirdisch sogar mit dem Meer verbunden sind. Diese Höhlen werden Cenotes genannt, sind weltweit einzigartig und ziehen ganzjährig Taucher aus der ganzen Welt an. Tauchanfänger werden meist zu den überfüllten Cenotes wie Dos Ojos oder Gran Cenote gebracht. Als ich das erste Mal in Cenoten getaucht habe, empfand ich es als schrecklich – kaltes Wasser, keine Fische, wenig Licht, viel zu viele andere Taucher unterwegs. „Worin liegt der Reiz?”, habe ich mich gefragt. Ein paar Jahre später wurde ich überredet und mittlerweile kann ich den Hype verstehen.

Besonders die Cenote Hell’s Bells hat es mir angetan. Um diesen versteckten Schatz betauchen zu können, geht es quer durch den Dschungel. Mitten im Nichts findet man ein tiefes Loch im Boden. In einer Tiefe von 30 Metern befinden sich dann die Formationen, die dem Ort ihren Namen geben: Ablagerungen in Glockenform, die über die Jahrhunderte immer weiter nach unten gewachsen sind.

Wart ihr schon einmal in Mexiko tauchen? Was war eurer Lieblingstauchgang? Rein damit in die Kommentare, ich freue mich auf neue Tauchplätze!

Ein Gedanke zu „Mexiko: (Ab)tauchen in versunkenen Welten“

  1. Oh wenn ich diese Fotos sehe freue ich mich ja jetzt schon auf Ostern und Sizilien! Ich glaube leider nicht, dass sich davor ein Urlaub in Mexiko ausgehen wird, aber unsere Ferienvilla in Scopello schaut auch ziemlich cool aus. Bin gespannt ob man auch tauchen gehen kann ☺ Auf jeden Fall ein cooler Beiträg und super schöne Fotos von euch! LG

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