Tipp zum Tauchen in Ägypten: Marsa Alam

Ich habe wieder einmal Lust auf Urlaub und vor allem Sehnsucht nach ein paar netten Tauchgängen. Nach 20 Jahren als Taucherin weiß ich inzwischen, nichts eignet sich besser für einen schnellen Tauchtrip als Ägypten.

Gründe für den Tauchurlaub in Ägypten

Korallenriff im roten Meer von Marsa Alam

Taucherausrüstung am Steg

  • Schon seit vielen Jahren fasziniert mich die ägyptische Unterwasserwelt. Die Vielfalt macht das Tauchen für mich dort noch immer wieder spannend und abwechslungsreich.
  • Außerdem liebe ich das angenehm warme Meer, das für mich gerade im Juni und im Oktober die beste Temperatur hat. Im Juni ist es schon ein bisschen nach dem Winter aufgewärmt und im Oktober noch vom Sommer warm. Und natürlich bevorzuge ich sowieso die Nebensaison – das bedeutet für mich nämlich entspannter Urlaub ohne stressige Familien 😉
  • In nur rund 4 Stunden Flugzeit ist man bereits am roten Meer. Wenn ich mich daran erinnere, dass ich vor 25 Jahren noch in Kairo vom internationalen auf den nationalen Flughafen wechseln musste, um insgesamt 9 Stunden bis Sharm el Sheikh unterwegs zu sein, finde ich es genial, dass es inzwischen Direktflüge zu zahlreichen ägyptischen Urlaubsorten gibt.
  • Als Vielreisende weiß ich es außerdem zu schätzen, wenn die Zeitdifferenz zwischen daheim und Urlaubsort nicht so groß ist. Und bei 1 oder 2 Stunden Zeitunterschied gibt es zum Glück keinen Jetlag.

Auf der Suche nach dem richtigen Urlaubsort

Es gibt ein paar Dinge, die für mich im Tauchurlaub passen müssen. Dazu zählt natürlich einmal eine gute Tauchbasis, die verlässlich ist und auf Sicherheit Wert legt.

Und dann mag ich es sehr gerne, wenn man direkt vom Strand aus zum Tauchen starten kann, damit man von den Tauchzeiten her relativ flexibel sein kann. Deshalb wurde Sharm el Sheikh für mich nie so ein Favorit, weil man dort zuerst vom jeweiligen Hotel mit dem Auto bis zum Hafen fahren muss. Erst dort geht es aufs Boot. Und weil dort alle so gut wie gleichzeitig auslaufen, empfinde ich das für mich persönlich etwas stressig.

Die Brayka Bay in Marsa Alam

Tauchbasis Coraya Divers Marsa Alam © Susanne Cochlar

Da ich schon öfters in Hurghada war, hatte ich Lust auf eine neue Destination. Geografisch habe ich mich südlich von Hurghada orientiert und fand dann auch rasch eine Tauchbasis, die mich angesprochen hat: Coraya Divers in Marsa Alam . Das Geniale ist, dass rund um diese Basis gleich fünf Hotels in der Lagune zur Auswahl stehen. Das sieht wie ein kleines nettes Lagunendörfchen aus. Also habe ich gleich ein passendes Pauschalangebot gebucht und die Tauchbasis kontaktiert.

Hotelcheck: Jaz Solaya Resort, Marsa Alam

Nach einer interessanten, aber dann doch langen (ca. 3 h) Busfahrt von Hurghada nach Marsa Alam würde ich das nächste Mal wohl direkt über den Flughafen Marsa Alam buchen.

Hotel Sol y Mar Solaya Resort, Marsa Alam © Susanne Cochlar

Poollandschaft des Hotel Sol y Mar Solaya Resort © Susanne Cochlar

Schlafzimmer im Hotel Sol y Mar Solaya Resor t© Susanne Cochlar

Im Hotel meiner Wahl, Jaz Solaya wurden wir gleich sehr freundlich empfangen, auch das Zimmer inklusive großem Balkon mit Blick auf das Meer hat überzeugt.Toll ist auch die schöne Poollandschaft mit genug Platz zwischen den Liegen. Meine Freundin, die nicht taucht, konnte so den Tag gemütlich am Pool verbringen und ich für mich war es die ideale Entspannung zwischen den Tauchgängen.

Wie sehr viele Hotels in Ägypten ist das Jaz Solaya ein All inclusive Hotel. Davon bin ich zwar nicht der größte Fan, doch ich muss sagen, es war viel besser, als ich mir erwartet hatte und sowohl die Auswahl als auch die Qualität des Essens begeisterten mich.

Ab ins Meer: Die Tauchbasis Coraya Divers Marsa Alam

Am wichtigsten war für mich natürlich die Tauchbasis. Coraya Divers Marsa Alam ist sehr großzügig angelegt und trotzdem findet man sich sofort zurecht. Als erstes bin ich zur Rezeption, wo verschiedenste Mitarbeiter zahlreiche Sprachen sprechen. Auch wenn man Englisch kann, ist es bei manchen Fragen doch einfacher sie in der Muttersprache besprechen zu können. Mir wurden sofort alle Tauchmöglichkeiten erklärt und ich habe mich dann gleich für den nächsten Tag in eine der Listen eingetragen.

Probetauchgang im Pool © Susanne Cochlar

Ein Schwarm Meerbarben in einem Korallenriff vor Marsa Alam

Bloggerin Susanne beim Entspannen am Pool © Susanne Cochlar

Und es gibt wirklich viele Tauchoptionen: Von Tauchgängen ganz zeitig in der Früh, gemütlich am Vormittag oder am früheren und späteren Nachmittag bis zu Nachttauchgängen. Außerdem kann man das Hausriff betauchen, mit dem Speedboot an der Rifflinie untertauchen oder mit dem Boot Halb- sowie Ganztagesausflüge machen. Da ich es lieber gemütlich angehe, fand ich die vielfältige Auswahl extrem angenehm und habe je nach Lust und Laune mal mehr, mal weniger getaucht.

Erwartungsgemäß waren die Briefings top. Informativ, entspannt und jede Gruppe hat einen Tisch, wo alle Details in Ruhe besprochen werden. Am Steg ist neben den Tauchlehrern immer genug Personal, die Blei ausgeben, beim Ein- und Ausstieg ins Boot oder bei der Handhabung des Equipments helfen. Als ich dann beim Check vor meinem ersten Tauchgang Probleme mit meinem Regler hatte, wurde dieser sofort ausgetauscht und umgehend repariert. Das ist wahrscheinlich die beste Rundum-Betreuung, die ich bisher erlebt habe.

Last but not least: Wunderschöne Tauchplätze

Von den Tauchplätzen in Marsa Alam bin ich vollauf begeistert. Beim Abtauchen stechen sofort die intakte Rifflandschaft und die Vielfalt ins Auge. Unterwasserlandschaften mit allen möglichen Arten von Gorgonien, Stein- und Weichkorallen sowie unzähliges Getier. Eine kleine Auswahl der Unterwasserbewohner, die ich sehen konnte, sind Nemos – aka Clownfische – Blaupunktrochen, Napoleons, Kugelfische, Zackenbarsche, Muränen, Nachtschnecken, Mördermuscheln und Weißspitzenriffhaie. Mich persönlich beeindruckten die vielen Wasserschildkröten am meisten.

Gepunkteter Stechrochen im roten Meer

Suppenschildkröte und Taucher in einem Korallenriff vor der Insel Bunaken

 

Mein Fazit zu Marsa Alam: Hier werde ich ganz sicher zur Wiederholungstäterin!

2 Gedanken zu „Tipp zum Tauchen in Ägypten: Marsa Alam“

  1. Ägypten ist wirklich ein 1A Tauchparadieses! Die Unterwasserwelt dort ist wirklich einzigartig. Eigentlich nur noch mit der Karibik oder dem indischen Ozean zu vergleichen. Dort sieht man einfach immer was tolles.

    Schade einfach, dass zur Zeit die Lage in Ägypten nicht mehr so sicher ist wie auch schon…ich hoffe das wird sich bald zum besseren wenden 😉

    Liebe Grüsse
    Dani

  2. Marsa Alam und die Corayas habe ich dieses Jahr auch auf der to doo Liste. Muß doch wiedermal mit dem neuen Basisleiter Nino tauchen gehen. Allerdings wird es bei mir ein Last Minute Ägypten geben. Eine gewisse Vorsicht sollte man wohl walten lassen. Obwohl es momentan ja sehr ruhig und sicher scheint

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *