Kenia – mehr als nur ein Strandurlaub

Gastbloggerin Viktoria Urbanek von Chronic Wanderlust war für uns in Kenia. Ihre Eindrücke und Erlebnisse schildert sie uns in ihrem Blog-Beitrag:

 

Die Küste Kenias ist eine der spektakulärsten Afrikas, jedoch hat dieses Land weit mehr zu bieten als überwältigende Strände und immergrüne Palmen. Lasst mich euch mitnehmen in ein Land voller Anmut und Abwechslung. In ein Land, in dem einem wilde und freie Tiere beinahe täglich begegnen und man von Einheimischen mit besonderer Herzlichkeit empfangen wird. Augen zu – Kopfkino an!

Tagesausflug von Nairobi – Action pur beim Rafting

Das braune Wasser mag zwar nicht einladend aussehen, birgt jedoch jede Menge Spaß in sich. Nach einer kurzweiligen Einschulung und einem guten Frühstück kann das Abenteuer losgehen: Im Boot manövriert man sich über kleinere und größere Stromschnellen und rudert an herabhängenden Ästen und Wurzeln vorbei. Wer davon noch nicht genug hat, kann sich entweder freiwillig oder nicht so ganz freiwillig im Wasser abkühlen.

Rafting

Mehrere Stunden fährt man mit dem Raftingboot den Fluss entlang, wird immer wieder nass, lacht gemeinsam und hält nach Krokodilen Ausschau – obwohl die in den Rafting-Flüssen gar nicht vorkommen. Wer davon noch nicht genug hat, kann ich entweder Ziplining über den Fluss empfehlen. Besonders Mutige können sich vom Bungee Jumping Turm „werfen“.

Giraffen & Elefanten hautnah

Der erste Eindruck von Kenias Hauptstadt mag eher nüchtern sein, denn die Großstadt ist laut, schmutzig und der Verkehr ist enorm. Auf den zweiten Blick entdeckt man aber auch die wunderschönen Seiten der Stadt. Besonders kann ich euch zwei Erlebnisse ans Herz legen die man so schnell nicht wieder vergisst:

Im Giraffe Centre, unweit des Stadtzentrums entfernt, kann man die höchsten auf dem Festland lebenden Tiere ganz aus der Nähe betrachten. Auf einem hölzernen Plateau kann man den Giraffen in die Augen blicken, sie streicheln und sogar mit frischen Blättern und Futterdrops füttern.

Giraffe in Kenia

Giraffe Center Nairobi

Zum nächsten Höhepunkt ist es nicht weit: Das Elefantenwaisenheim „Elephant Orphanage“ von David Sheldrick ist nur wenige Kilometer entfernt, lässt sich also optimal mit dem Besuch des Giraffe Centres kombinieren.

Jeden Tag vormittags von 11-12 Uhr werden die jungen Elefanten von den Pflegern gefüttert und einzeln den Besuchern gezeigt. Die meisten Elefanten sind noch sehr jung und wurden von Nationalpark Rangern und freiwilligen Helfern hierher gebracht. In der Wildnis wären die Waisen gestorben. Die meisten Muttertiere wurden Opfer von Wilderern, die hintern den Elfenbein-Zähnen her waren. Ein trauriges Kapitel für die Elefanten und für Kenia. Ihre Population verringert sich trotz unermüdlichem Einsatz vieler Menschen, die sich für den Schutz der Giganten einsetzen.

Fütterung im Elefantenwaisenhaus "Daphne Sheldrick’s Orphanage" im Nairobi Nationalpark, Kenia

Jeder Kenia Urlauber sollte dem Elephant Orphanage einen Besuch abstatten, um Einblick in das Leben der Dickhäuter und deren Besonderheiten zu bekommen. Wer es sich zutraut, kann die friedlichen Tiere auch streicheln.

Elefanten Baby Elephant Orphanage

Tee & Kenia – wie passt denn das zusammen?

Tee ist mit Abstand mein Lieblingsgetränk, aber was hat das Heißgetränk und Kenia gemeinsam? Kenia ist mittlerweile eine der größten, wenn nicht der größte Tee-Exporteur der Welt. Auf der Teefarm Kiamethu kann man hinter die Kulissen der Teeproduktion blicken: Die Hausherrin Fiona empfängt ihre Gäste mit offenen Armen in ihrem Kolonial-Stil-Haus. Im Wohnzimmer erklärt sie wie der Tee von den Feldern in unsere Tassen kommt. Ein sehr aufwändiges Unterfangen, das viel Zeit und Liebe in Anspruch nimmt. Der Großteil des kenianischen Tees wird übrigens nach Großbritannien exportiert.

Gemeinsam schlendern wir an Teefelder vorbei und staunen nicht schlecht über das satte Grün – Tee so weit das Auge reicht!

Teeplantage Kenia

Nach dem ausführlichen Spaziergang lädt die Hausherrin uns auf ein feierliches Mahl in ihrem englischen Garten ein. Typisch kenianische Mahlzeiten scheinen nur darauf zu warten, von den mittlerweile hungrigen Gästen im Freien genossen zu werden. Fiona freut sich immer über Besuch. Eine Voranmeldung per Mail oder Telefon ist ratsam, damit sie für euch ausreichend Köstlichkeiten vorbereiten kann.

Safari vor der Kulisse des Kilimandscharos

Wer nach Kenia reist, sollte die wundervollen Nationalparks nicht außer Acht lassen! Besonders hat es mir der Amboseli National Park südlich von Nairobi angetan: Giraffen, Löwen, Gnus, Zebras, Elefanten, Hyänen, Hippos und weitere Wildtiere kann man hier beobachten. Wer das Wetter auch noch auf seiner Seite hat, genießt eine atemberaubende Fernsicht auf Afrikas höchstem Berg – den Kilimandscharo! Majestätisch ragt er empor und scheint jeden Besucher mit seiner schneebedeckten Krone zu begrüßen.

Amboseli Nationalpark Kenia

Kenia – ein Land voller Möglichkeiten, voller Abenteuer und voller wilder Tiere! Ein Muss für jeden Naturliebhaber! Also, Augen auf und ab nach Kenia!

2 Gedanken zu „Kenia – mehr als nur ein Strandurlaub“

  1. wir möchten gerne am 25.12.15 für 10 Tage nach Kenia fahren (haben schon gebucht) aber wir haben Angst zu fliegen aufgrund der letzten Terroranschläge generell. Im Außenministerium hat man uns abgeraten. Hätte noch gerne eine weitere Meinung. LG Sarah

    1. Hallo Sarah,

      aktuell liegt keine offizielle Reisewarnung für Kenia vor, nur das Grenzgebiet zu Somalia sollte gemieden werden. Wir empfehlen dir (wie auch in anderen Ländern), in Großstädten und bei Menschenansammlungen generell aufmerksam zu sein.

      Dein Restplatzbörsen Team

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