Irland: Unterwegs auf der grünen Insel (I)

Bloggerin Susanne hat auf ihrem Roadtrip durch Irland so einiges erlebt – ein Reisebericht aus dem Land der ungezähmten Landschaften und liebenswerten Gastgeber. Teil 1: Von Cork bis Cliffs of Moher. 

Guinness Bier, Kleeblätter, Kobolde, Feen und vor allem fröhliche Menschen verbindet man mit Irland. Um herauszufinden, ob diese nationalen Klischees irgendwelchen Gehalt haben, begab ich mich auf eine kleine Reise über die grüne Insel.

Humorvolle Straßenkunst in Irland

Roadtrip von Cork nach Dingle im Linksverkehr

Begleitet von einer netten Freundin ging es vom Dubliner Flughafen direkt nach Cork. Die Autostrecke schien für Anfänger zumutbar, die ersten Panikattacken beim Fahren auf der „falschen“ Seite waren auch rasch überwunden. Zügig ging die Fahrt raus aus dem urbanen Bereich mitten hinein ins satte Grün.

Herrliche Aussicht am Roadtrip in Irland

Schafe vor Rock of Cashel, Irland

Die zweitgrößte Stadt Irlands bot nur wenig Gelegenheit zum Sightseeing, da die Reise am nächsten Morgen weiter nach Dingle führte, einem kleinen Städtchen an der irischen Westküste. Cork selbst machte einen sympathischen Eindruck auf uns. Das erste Abendessen in Greene’s Restaurant überzeugte mit Blick auf einen hauseigenen Wasserfall und hervorragender Qualität bei den Speisen.

Die erste Konversation mit einem Einheimischen setzte auch gleich das Motto für die anstehende Reise. Ein älterer Hotelgast wollte wissen, wo wir hinwollten. Es folgte eine herzliche Unterhaltung mit Tipps für die Fahrt nach Dingle und einem weisen Ratschlag. Wir sollten uns nicht an ausgetretene Pfade halten, sondern auch mal abbiegen und dem Ungewöhnlichen folgen: „Fortune favors the brave“ meinte er noch, und schien eines meiner eigenen Leitmotive gut erraten zu haben.

Blarney Castle

Park vor dem Blarney Castle in Irland

Als nächstes legten wir einen Zwischenstopp bei Blarney Castle ein. Nicht nur wegen der wunderschönen Umgebung, sondern auch um der lokalen Legende nachzugehen: wenn man nämlich den Stein in Blarney Castle küsst, soll einem die Gabe der Eloquenz zuteilwerden. Und wer das schon getan hat, weiß, dass man dieses Geschenk nicht ganz mühelos erringt. Es bedarf schon ein wenig gymnastischer Fähigkeiten und bestenfalls Freiheit von Höhenangst.

Killarney National Park, Irland

Torc Wasserfall in Irland

Die Weiterfahrt Richtung Dingle führte uns durch das erste Naturwunder, das auf unserer Reisewunschliste stand: der Killarney Nationalpark, der wiederum an die berühmte Panoramastraße des Ring of Kerry angrenzt. Bei regnerischem Wetter fuhren wir auf engen Straßen durch eine mystische Berg-, Wald- und Seenlandschaft. Genau das, was man vom Land der Leprechauns (Kobolde) erwartet: Moosbehangene Baumstümpfe in nebeldurchtränkten Eichenwäldern. Wer weiß schon, welche Wesen dort ihre Heimat haben …
Einen kleinen Abstecher gab’s noch zum Torc Wasserfall, einer weiteren beliebten Sehenswürdigkeit im Killarney Park.

Dingle & ein Pub, in dem man auch Gummistiefel kaufen kann

Gegen Abend schließlich trafen wir in Dingle ein, hierbei handelt es sich um ein hübsches kleines Dörfchen am Atlantik, in dem die Pubkultur hoch gehalten wird.

Möwe an der Küste vor Dingle

Strand in Dingle

Am Hafen von Dingle, Irland

Was kann man in Dingle unternehmen? Ausflüge zum Ring of Kerry zum Beispiel, oder eine Schifffahrt entlang der Küste, um das Dingle’sche Maskottchen namens Fungi zu besuchen. Dabei handelt es sich um einen Delfin, der sich auch tatsächlich, wie angekündigt, zeigte.

Dick Mack's Pub in Irland

Dick Mack's Bar, Dingle

Mit dem bereits in Cork gesammelten Glück der Mutigen fanden wir zum Abendessen ein hervorragendes Fischlokal namens Doyle’s Seefood. Danach ging es zu Dick Mack’s, das zu einem der bekanntesten Pubs in ganz Irland zählt. Das Lokal fungiert nebenher noch als traditioneller Greißler, nebst Kleinkram kann man dort auch noch Dinge wie Gummistiefel und Co erwerben. Ebenso wie ein herrliches Pint Guinness und/oder einen gepflegten Whiskey.

Meine Reisefreundin und ich kamen bei Dick Mack’s endgültig zum Fazit, dass Irland das gastfreundlichste Land der Welt ist (wir waren dann auch die allerletzten, die das Lokal verließen …).

Wunderschöne Naturgewalt: Cliffs of Moher

Drei Tage später hieß es, sich von Dingle und seinen freundlichen Einwohnern zu verabschieden und weiter Richtung Galway zu ziehen. Einen Stopp auf dem Weg dorthin sollte man bei den Cliffs of Moher einlegen.

Cliffs of Moher, Irland

Mutige Touristen über den Klippen von Moher

Wer Irlands Westküste bereist, sollte dieses Naturwunder nicht auslassen: mehrere Kilometer wilde Küste, an die mit voller Wucht der Atlantik prallt. Die Klippen sind bis zu 214 Meter hoch und man kann sie an abgesicherten Pfaden entlang wandeln. Kleinere Wegestücke lassen aber auch noch ungeschützt den Blick über die Kante zu. Wer keine Höhenangst hat, kann sich über den Rand beugen und vor atemberaubender Kulisse eingehend über die Kürze und Intensität des Lebens nachdenken.

Susannes Roadtrip geht weiter! Im 2. Teil lernt unsere Bloggerin die irische Pub-Kultur in Galway zu schätzen und erkundet die Hauptstadt Dublin.

 

Anmerkung der Redaktion: Die in diesem Blogbeitrag verwendeten Fotos fungieren als begleitende Visualisierungen & Stimmungsbilder, eine direkte Korrelation von Foto und Inhalten der Begleittexte ist nicht bindend.

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