Hongkong: 10 Tipps für die chinesische Metropole

Schon der Landeanflug nach Hongkong ist spektakulär: Von oben sehen die Wolkenkratzer wie Zahnstocher aus, die sich zwischen Bergen und viel Grün mühsam einen Platz erkämpfen, um sich senkrecht in den Himmel zu bohren.

Wolkenkratzer, wohin das Auge sieht in Hongkong © Gudrun Krinzinger

Von unten ergibt sich natürlich ein völlig anderes Bild. Jeden Tag starre ich aufs Neue in die Höhe und denke mir: Woah, sind die riesig! Mit über 1200 Wolkenkratzern steht Hongkong unangefochten auf Platz Eins des „Stadt-mit-den-meisten-Wolkenkratzern“ – Rankings und wird auch sonst gerne als Metropole der Superlative bezeichnet. Angeblich gibt es hier auch die weltweit höchste Rolls-Royce-Dichte (ich habe während meiner Reise keinen einzigen gesehen). Ganz sicher habe ich hier die besten Dim-Sum meines Lebens gegessen, ich bin auf der längsten Rolltreppe der Welt gefahren und habe die verrücktesten Straßenmärkte besucht.

Hier geht’s zu meinen Top 10 Dingen, die man in Hongkong definitiv erleben sollte:

1. Goldfische & frische Frösche: Märkte in Hongkong

Mir scheint in Hongkong gibt es für alles einen Markt. Ganze Straßenzüge drehen sich um ein einziges Produkt. In der Cat Street dreht sich alles um Antiquitäten. Porzellanfiguren, Münzen, Plakate und Maos rote Bibel liegen zum Verkauf bereit, aber ob die Stücke wirklich echt sind, wage ich zu bezweifeln. Ganz sicher echt sind die Goldfische am Goldfischmarkt. Immer wieder bleiben Passanten stehen und begutachten die Fische, die in allen Größen und Farben in mit Wasser gefüllten Plastiksäckchen ausgestellt sind. Sie sind das ideale Haustier für die winzigen Hongkonger Wohnungen.

Antiquitäten am Cat Market in Hongkong © Gudrun KrinzingerDer berühmte Goldfischmarkt in Hongkong © Gudrun Krinzinger

Ebenfalls beliebt als Haustier sind Singvögel, die am Bird Market gehandelt werden. Neben den Vögeln aus aller Welt wird auch das passende Futter verkauft, von Maden über Heuschrecken reicht das kulinarische Angebot für die Piepmätze.

Lebende Ware am Bird Market © Gudrun Krinzinger  In chinesischen Lebensmittelmärkten gibt es sogar lebende Frösche © Gudrun Krinzinger

Womit ich schon bei den Lebensmittelmärkten angelangt bin, die für uns Europäer gewöhnungsbedürftig sind. Prinzipiell lautet das Motto, je frischer, desto besser. Das bedeutet in einer Markthalle lebende Hühner, Frösche und Schlangen zu beobachten.

2. Mit der Star Ferry von Hong Kong Island nach Kowloon

Natürlich hat Hongkong auch eine U-Bahn, die Festland und die Insel miteinander verbinden, aber viel charmanter ist es, in eines der grün-weißen Boote der Star Ferry zu steigen, und sich mit dem Fährboot von einem Ufer ans andere bringen zu lassen. Die Aussicht auf den Hafen ist übrigens im Preis inbegriffen!

Die offizielel Fähre von Hongkong © Gudrun Krinzinger

3. Victoria Peak

Ich behaupte einmal ganz frech: wer nicht am Victoria Peak war, war nicht in Hongkong. Von hier aus hat man den schönsten Blick auf die Stadt und den Victoria Harbour. Schon die Anreise mit der Peak Tram ist ein spektakuläres Ereignis, denn die historische Standseilbahn aus dem Jahre 1888 weist an manchen Stellen eine Steigung von 48 % auf und ich musste mich gut festhalten um nicht umzukippen.

Blick auf Hongkong vom Victoria Peak © Gudrun Krinzinger

4. Avenue of Stars

Das asiatische Pendant zum Walk of Fame in Los Angeles nennt sich Avenue of Stars und befindet sich an der Hafenpromenade von Kowloon. Den berühmtesten Filmstars der asiatischen Welt zollt man hier mit Plaketten und Statuen Tribut. Ein Highlight ist die lebensgroße Figur von Bruce Lee. Ehrlicherweise ist das der einzige Star, den ich erkennen konnte.

Bruce Lee Statue auf der Avenue of Stars © Gudrun Krinzinger

5. Man Mo Tempel

Zwischen all den Wolkenkratzern, dem Lärm und Gewusel ist der Man Mo Tempel eine Oase in der sonst so hektischen Stadt. Er gehört zu den ältesten Tempeln Hongkongs. Riesige Räucherspiralen hängen von der Decke und verströmen einen intensiven Weihrauchgeruch. Im Inneren der Spirale sind Zetteln mit Gebeten angebracht. Gemeinsam mit dem Rauch sollen diese Gebete zu den Göttern aufsteigen und erhört werden. Hier herrscht eine ganz besondere Atmosphäre!

Gebetszettel im Man Mo Tempel © Gudrun Krinzinger

6. Kochkurs in Hongkong

Wer die asiatische Küche schätzt, wähnt sich in Hongkong im Paradies. Ganz egal in welcher Suppenküche, in welchem Dim-Sum-Laden ich gegessen habe, alles schmeckte hervorragend. Niemals hatte ich Probleme mit der Speisekarte, es gab immer eine englische Variante. Und da ich also auf den Geschmack gekommen war, buchte ich einen der Kochkurse, die hier an jeder Ecke angeboten werden. Frühlingrollen und Dim-Sum sind nun kein Problem mehr für mich.

Chinesische Suppe im Hongkong Restaurant © Gudrun KrinzingerZubereitung von Dim Sum im Kochkurs © Gudrun Krinzinger

7. Symphony of Lights auf der Aqua Luna

Eine Hafenrundfahrt gehört zu jeder Hongkongreise. Ergibt sich die Möglichkeit, sollte man unbedingt eine nächtliche Fahrt auf der Aqua Luna, einem Holzschiff mit riesigen roten Segeln, einplanen. Pünktlich um 20 Uhr beginnt nämlich eine Multimediashow, die den Victoria Hafen und die Skyline von Hongkong mit Hilfe von Laserstrahlen und bunten Scheinwerfern in ein Spektakel verwandeln. Die Show selbst ist gratis und kann auch von anderen Aussichtspunkten erlebt werden, aber vom Schiff aus ist es ein besonderes Erlebnis.

Nächtlicher Bootsausflug in Hongkong mit der Aqua Luna © Gudrun Krinzinger Skyline von Hongkong vom Wasser aus © Gudrun Krinzinger

8. Tian Tan Buddha und Po Lin Kloster

Auf Lantau Island (mit der U-Bahn gut zu erreichen) befindet sich die größte freistehende Buddhastatue in sitzender Haltung. Mit 34 Meter Höhe Gesamthöhe ist der Buddha nicht zu übersehen. Ebenfalls sehenswert ist das gegenüberliegende Po Lin Kloster, das auch als „buddhistische Welt im Süden“ bezeichnet wird.

Der spektakuläre Tian Tan Buddha in Hongkong © Gudrun Krinzinger

9. Ausflug ins Tai O Village

Ist das hier wirklich noch Hongkong? Das Tai O Village liegt auf der Insel Lantau. Fischer, Fischerboote und Fischprodukte prägen das Dorf, dessen Holzhütten auf Stelzen stehen und durch Holzstege miteinander verbunden sind. Der Verkaufsschlager dürften getrocknete Fischblasen ein, eine Spezialität, die in Suppen Verwendung findet. Ein Trip mit einem Boot aufs offene Meer gehört ebenso zum Ausflugsprogramm wie ein Spaziergang zur aufgelassenen Polizeistation, die in ein Hotel umgewandelt wurde. Während des Spaziergangs blickt man direkt in die Wohnzimmer der Bewohner, was diese nicht zu stören scheint.

Auf dem Weg ins Tai O Village © Gudrun Krinzinger Eine Gruppe Einheimischer im Tai O Village © Gudrun Krinzinger

10. Wandern in Hongkong

Ich habe es nicht für möglich gehalten, aber mit 70 % unbebauter Fläche und 23 Landschaftsparks ist Hongkong eine der grünsten Städte dieses Planeten. Glücklicherweise habe ich mich vor meiner Reise über mögliche Wanderungen informiert und meine Wanderschuhe in den Koffer gepackt. Entschieden habe ich mich dann vor Ort für den Dragon’s Back, einem Wanderweg, der mit den öffentlichen Verkehrsmitteln gut zu erreichen ist.

Glücklicherweise hatte ich genügend Wasser eingepackt, denn die hohe Luftfeuchtigkeit brachte mich ordentlich zum Schwitzen. Doch die tollen Ausblicke auf das Meer entschädigten mich für meine Anstrengungen.

Wandern in Dragons Back, Hongkong © Gudrun Krinzinger In Hongkong kann man herrlich wandern © Gudrun Krinzinger


  • Alle Infos zu weiteren Sehenswürdigkeiten, Anfahrtswege und Einkaufsmöglichkeiten findet ihr auf der Homepage Discover Hongkong.
  • Sehr hilfreich während meiner Reise waren die verschiedenen Apps, die vom Hongkong Tourism Board entwickelt wurden.

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