Bali & Gili Islands: Von Touristenmagnet bis Tropenparadies

Auf meiner 3-monatigen Reise durch Teile Südostasiens durfte natürlich Bali nicht fehlen. Meine Mitreisende hatte ich bereits zuvor kennengelernt, so beschlossen wir, Bali und die berühmten Gili Islands gemeinsam zu erkunden.

Hinduistische Gottheit mit kulinarischen KöstlichkeitenTerassenreisfelder bei Sonnenaufgang

Kuta Beach: Massentourismus & Surfer-Traum

Am berühmten Kuta Beach im Süden Balis angekommen, wurden wir überrumpelt von der Hektik und der totalen Überschwemmung des Ortes durch Touristen. Dort kommt fast jede(r) Balireisende(r) zuerst hin – es gibt alles, was das westliche Herz begehrt, inklusive massenhaft australischer Touristen, die dem Ort einen Hauch Ballermann verpassen. An jedem Eck ist eine angesagte Bar, ein Fastfood-Restaurant oder ein Starbucks. Wer auf nächtelange Parties steht und Alkohol vorzugsweise aus Eimern konsumiert, ist hier also genau richtig.

Kuta Beach frühmorgens - noch ganz ohne Touristen Eine der vielen Diskotheken in Kuta, Bali

Ach ja: Surfen kann man hier vorzüglich, vor allem für Anfänger bietet der Kuta Beach die perfekten Bedingungen. Ich habe noch nie zuvor so schöne Wellen gesehen.

Außerdem kann man sich problemlos ein Moped mieten und den berühmten Uluwatu-Tempel erkunden, der direkt auf steile Klippen gebaut ist. Die nähere Umgebung Kutas bietet einige Highlights, die man bequem bei Tagesausflügen erreicht.

Klippen vor dem Uluwatu Tempel in Bali Pura Thana Lot, ein Tempel mitten im MeerIn Bali sind wir für viele Menschen Exotinnen, mit denen man sich fotografieren lassen will

Wer nicht in Kuta bleiben will, kann sich weiter im Süden Übernachtungsmöglichkeiten suchen, Bali bietet nahezu überall für alle Preisklassen Unterkünfte.

Medewi: Wilde Natur & Tempel-Hopping im Süden Balis

Nach dem überstürzten Aufbruch aus Kuta führte uns der Weg nach Medewi, einem verschlafenen Surferort an der Südwestküste Balis. Schwarze Sandstrände, Wellen und die wilde Natur zogen uns sofort in ihren Bann. So hatten wir uns Bali vorgestellt!

Das Suferparadies Medewi Beach auf Bali Der wilde Strand von Medewi - unbeschreiblich schön Ein menschenleerer Strand und Surfen - was will man mehr!

Ubud: Wellness, Shopping & ein Wald voller Affen

Von dort aus lässt sich die nähere Umgebung sowie zahlreiche, für Bali typische hinduistische Tempelanlagen, mit dem Moped bequem erkunden. Außerdem besichtigten wir den Holy Tree, ein Baum, der breiter als die Straße ist und der seit Jahrhunderten verehrt wird.

Die Tempelanlage in Medewi Der Holy Tree, ein uralter Baum auf Bali

Die Stadt Ubud befindet sich im Inselinneren und ist berühmt für Kunsthandwerk, Yoga und gutes Essen aus aller Welt. Eine wahre Oase der Entspannung, wo sich auch bequem kleine und große Mitbringsel ergattern lassen. Nach einem ausgiebigen Shoppingtag kann man sich in einem der zahlreichen Massagesalons mit balinesischen Ölmassagen verwöhnen lassen. Abends geht man in eines der internationalen Restaurants essen und lässt den Tag bei einem fruchtigen Cocktail ausklingen.

An jeder Ecke Balis werden Massagen angeboten  Reisfelder und Enten in Ubud Gado Gado, eine indonesische Spezialität

Tipp: Ein unbedingtes Muss ist die balinesische Speise Gado Gado. Hierbei handelt es sich um gekochtes Gemüse verschiedenster Art mit der besten Erdnusssauce der Welt, dazu wird Reis gereicht.


Restaurant Tipp

Gado Gado und andere balinesische Spezialitäten kann man im Restaurant Warung Lada in Ubud genießen.

Adresse: Jl Hanoman, Ubud
Tel.: +62 361 977098


Eingang zum berühmten Monkey Forest in UbudEin frecher Affe auf Bali

Berühmt für Ubud ist der Monkey Forest, ein Stück Regenwald, in dem sich unzählige kleine Affen tummeln. Da sie an Menschen gewohnt sind, scheuen sie auch nicht davor zurück, einem das Essen aus der Hand zu reißen. Also: Vorsicht vor diesen kleinen Frechdachsen!

Ausflug nach Gili Air: Wahr gewordene Inselträume

Nachdem wir die Highlights Balis erkundet hatten, reisten wir mit dem Schiff weiter nach Gili Air, eine der drei berühmten Gili Islands vor der Küste von Lombok, Teil der Kleinen Sundainseln. Weiße Korallen-Sandstrände, türkises Meer, Schildkröten und viele bunte Fische. So haben wir uns das Tropenparadies erträumt! Ein großer Pluspunkt auf den Gili Islands ist, dass sie autofrei sind, man bewegt sich also zu Fuß, mit dem Fahrrad oder mit Pferdekutschen vorwärts.

Gili Islands - DAS Tropenparadies Strand auf der Insel Gili Air Typisches Fortbewegungsmittel auf Gili Air

Strandhütten mit Freiluftduschen, Open-Air-Restaurants direkt am Strand und unzählige Cocktailbars machen den Aufenthalt auf einer der Gili Islands zu einem fast unwirklichen Traum vom Paradies. Nicht umsonst hielt es uns dort ganze zwei Wochen lang.

Auf der Insel Gili Air lassen wir es uns so richtig gut gehen Malerischer Sonnenuntergang auf Gili Air

Nach der totalen Entspannung auf der kleinen Insel Gili Air trennten sich unsere Wege. Meine Mitreisende machte sich nach 6 monatiger Reise auf den Weg zurück nach Deutschland und ich beschloss, noch eine Zeit lang auf Bali zu verweilen.

Bali auf eigene Faust: Moped-Abenteuer und einsame Landschaften

Im Folgenden schluckte ich bei meinen wochenlangen Surfversuchen einige Liter Salzwasser und lernte viele liebe Menschen kennen. Man kann entweder einen Kurs bei einer Surfschule machen oder sich auf eigene Faust ein Surfboard mieten, was auf jeden Fall um einiges billiger ist.

Eine typische Landschaft auf Bali Bali: exotische Früchte, soweit das Auge reicht Mein treuer Weggefährte auf Bali

Außerdem führte mich mein Weg mit dem Moped für mehrere Tage in den Norden von Bali, wo sich kaum Touristen befinden. Es war eine ganz andere Welt, in die ich da plötzlich eintauchte. Kaum jemand sprach Englisch, die Straßen waren übersät von Schlaglöchern und bestimmt nicht ungefährlich.

Die Route führte mich von Ubud aus zum Vulkan Gunung Batur, wo es für balinesische Verhältnisse richtig kalt war. Dort regnete es mich 3 Tage ein, dann fuhr ich auf unebenen Straßen, die durch lauter kleine Dörfer führten, weiter Richtung Lovina. Dieses kleine Städtchen liegt an der Nordküste Balis und bietet nicht besonders viele Sehenswürdigkeiten.

Vulkankratersee auf Bali Kaffeeverkostung auf einer Kaffeeplantage im Hochland von Bali

Die Strecke zwischen Gunung Batur und Lovina ist jedoch sehr zu empfehlen, denn man kann an Kaffeeplantagen Halt machen und den für Bali typischen Luwak Coffee kosten. Er wird aus den Exkrementen des Fleckenmusang, einem Katzenähnlichen Tier, gewonnen.

Frische Kokosnüsse pflücken auf Bali Wasserfall von Git Git im Norden von Bali

Außerdem kommt man an zahlreichen Wasserfällen vorbei, die meistens durch längere Spaziergänge erreichbar sind. Mein Favorit war Balis höchster Wasserfall, auch Git Git Wasserfall genannt. Dort empfing mich der Balinese Gede mit einer frischen Kokosnuss, die ich mir nach einer heißen Dschungeltour schmecken ließ. Zu erreichen ist der Wasserfall sehr einfach, zwischen Lovina und Singaraja bei der Hauptstraße abbiegen und schon ist man dort.


Road Trip Tipp

Da die Polizei auf Bali zu Korruption neigt, den Führerschein nicht aus der Hand geben, auch wenn er verlangt wird. Sonst kann es passieren, dass man einige Euro „Strafe“ zahlen muss. Besonders wenn man westlich (für Balinesen wird weiße Hautfarbe automatisch mit Reichtum impliziert) aussieht!


Wunderschöne Abendstimmung auf Gili Air

Auf meiner mehrtätigen Tour durch den Norden Balis offenbarte sich erst richtig das Bali, nach dem ich so lange gesucht hatte. Vielleicht sieht mich diese wunderbare Insel voller freundlicher Menschen bald wieder!

Hat Isabellas Reisebericht Fernweh bei euch ausgelöst? Dann ab nach Bali und zu den Sunda-Inseln, hier findet ihr die Angebote dazu.

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