Türkei: Vom Westen nach Osten!

Der Bosporus, die Ägäis und das Schwarze Meer prägen die Landschaft der Türkei ebenso wie das Hochgebirge in Ostanatolien und die zerklüftete Hochebene von Zentralanatolien mit ihren berühmten Tuffbergen.

Wer so wie ich das Land von Westen nach Osten durchquert, wird von der traumhaften Landschaft und den faszinierenden Sehenswürdigkeiten begeistert sein.

Die Skyline Instanbuls

 

Ganz im Westen: der Bosporus

Blaue Moschee bei Sonnenuntergang

Die Ortaköy Moschee und die Bosporus Brücke

Immer wieder zieht es mich in die Meerenge zwischen Kleinasien und Europa. Einen besonders schönen ersten Eindruck vom Bosporus und Istanbul erhält man bei einer Bootstour auf einer Istanbuler Fähre. Manche Boote bringen Sie bis zum Schwarzen Meer. Mit ein bisschen Glück begegnen einem sogar Delfine, die durchs Wasser schellen. Besonders beeindruckt war ich von der Unterquerung der riesigen Bosporusbrücke, die beachtliche 70 Meter in die Höhe ragt. Viele Anlegestellen für eine solche Bootstour über den Bosporus liegen in der Nähe der Galatabrücke.

Weiter südlich: Pamukkale

Berühmte Kalksteinbecken in Pamukkale, Türkei

Ruinen in Pamukkale

Römisches Theater in Pamukkale

Schneeweiß erstrecken sich die terrassenartigen Kalksteinbecken in der Nähe der Stadt Denizli. Das Szenario erinnert nicht nur mich an ein zauberhaftes Märchenland: „Baumwoll-Schloss“ ist der geläufige Beiname der Kalksinterterrassen von Pamukkale. Hier kann man im 35-Grad-Celsius warmen Thermalwasser baden, das sogar heilend wirken soll. An die Heilkräfte dieses Wassers glaubten schon die Römer, weshalb Sie im 2. Jahrhundert nach Christus Bäder, Theater und Tempel in der nahe gelegenen Stadt Hierapolis bauten. Heute noch zeugen eindrucksvolle Ruinen und ein Museum von der antiken Pracht. Sie sind Teil des UNESCO-Weltkulturerbes.

Ganz im Süden: die türkische Riviera und das Taurusgebirge

In einer der zahlreichen abgelegenen Buchten legen Boote an

Nicht nur feine Sandstrände und das klare Meer machen den Reiz der Türkischen Riviera aus. Das fantastische Panorama des Taurusgebirges erstreckt sich im Hintergrund und in den Weltkulturerbestätten von Side kann man sich auf Entdeckungstour durch die Altstadt und antike Ruinen begeben. Ab Side oder Alanya gelangt man ins Taurusgebirge, wo ich an heißen Sommertagen die erfrischende Luft und die Natur der Berge genoss. Gewaltige Schluchten und türkisblaue Stauseen prägen dieses Gebirge in der Zentraltürkei. Ein landschaftlicher Glanzpunkt zwischen Alanya und Antalya ist außerdem der Green Canyon, der sich vom Oymapinar-Stausee in die Felsen eingräbt. Das türkisfarbene Wasser leuchtet wie ein Smaragd zwischen den kargen Bergen hervor. Ein absolutes Muss ist eine Bootstour über den See, dessen toller Anblick jeden beeindruckt.

Stausee Oymapinar

Der Green Canyon in Alanya, Türkei

In Zentralanatolien: Kappadokien und Göreme-Tal

Zinnen in der Landschaft des Liebestal, Göreme, Türkei

Die Tuffberge von Kappadokien in Zentralanatolien gehören für mich zu den faszinierendsten Naturwundern der Welt. Beim Anblick der bizarren Tuffberge, die ihr Aussehen dem Einwirken von Regen, Flüssen und Wind verdanken, fühle ich mich jedes Mal in eine andere Welt versetzt. Der Nationalpark Göreme, der zur Region Nevşehir gehört, eignet sich auch gut zum Wandern. Rund um das Tuffpyramidendorf Uçhisar und Göreme mit den byzantinischen Felskirchen finden sich zahlreiche abwechslungsreiche Trekkingtouren. Ein weiteres spannendes Ausflugsziel ist der Yazilikaya Canyon bei Candir. Das Felsenheiligtum mit den antiken griechischen Inschriften gehört zum UNESCO-Weltkulturerbe. Die Faszination der bizarren Tuffformen setzt sich auch unter der Erde fort: Über mehrere Etagen erstreckt sich etwa die unterirdische Stadt Derinkuyu. Außerdem gibt es Höhlenkirchen mit kunstvollen Fresken zu bestaunen. Ein besonderer Tipp sind Ballonfahrten über die Tuffberge. Es gibt vor Ort in der Stadt Göreme viele Anbieter.

Im Südwesten: Dalyans Felsengräber und ein labyrinthischer Stausee

Felsküste vor Marmaris bei Sonnenuntergang, Türkei

Hier ist die Mittelmeerschildkröte Caretta Caretta zu Hause: Das Delta des Flusses Dalyan ist ihr letztes weltweites Brutgebiet. Daher stehen der Strand und das Mündungsgebiet unter strengem Naturschutz. Dalyan, 80 km östlich von Marmaris gelegen, ist berühmt für seine antiken Felsengräber. Weitere 50 km entfernt liegt der Köyceğiz-See. Vom Hafen des gleichnamigen Ortes laden die vielen labyrinthartigen Kanäle und Seearme zu einmalig schönen Ausflügen ein.

Im Südosten: die Götterstatuen am Berg Nemrut

Götterstatuen am Berg Nemrut

8 bis 10 m hoch waren einst die Götterstatuen von der Kultstätte am Berg Nemrut bevor sie durch Erdbeben und Erosionen zerstört wurden. Heute liegen die riesigen Köpfe wie durcheinander gewürfelt vor einem aufgeschütteten Hügel. Die Anlage stammt aus dem 1. Jahrhundert vor Christus. Ein guter Ausgangspunkt für Touren zu diesem erstaunlichen Natur- und Kulturdenkmal ist der Ort Kahta nördlich von Şanlıurfa.

Ganz im Osten: der Berg Ararat

Berg Ararat

Der schneebedeckte Gipfel des Bergs Ararat gehört ebenfalls zu den landschaftlichen Höhepunkten der Türkei. Hier soll laut der Bibel Noahs Arche gestrandet sein. Bei wolkenlosem Himmel ist die 5.165 m hohe Spitze des ruhenden Vulkans, der sich über der Ebene Ostanatoliens erhebt, wirklich ein schöner Anblick. Für eine Besteigung des höchsten Berges der Türkei braucht man eine Genehmigung von zwei türkischen Ministerien sowie eine Erlaubnis vom türkischen Bergsteigerverband.
Mehr über die Natur- und Kulturstätten der Türkei erfahrt ihr auf http://whc.unesco.org/en/statesparties/tr

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