Palma: Mallorca einmal anders

Nach den ersten wärmenden Sonnenstrahlen im Frühjahr packte mich die Lust, für ein paar Tage ans Mittelmeer zu fliegen und die Frühlingssonne intensiv auszukosten. Das Ziel: Palma de Mallorca!

Hafen in Palma de Mallorca

Historischer Stadtkern mit netten kleinen Gassen

Palma de Mallorca besitzt neben urbanem Großstadt-Flair eine wunderschöne Altstadt mit vielen lieblichen Gassen. In den lebhaften Straßen des historischen Stadtkerns und in so manchem verborgenen Winkel hält die Stadt unheimlich viele spannende Sehenswürdigkeiten bereit. Als ich mich an meinem zweiten Tag nach der Ankunft aufmachte, Palma auf eigene Faust zu erkunden, war ich sofort begeistert. An den Plätzen der Stadt laden tolle Cafés zum verweilen ein und auch ansonsten begegnen einem hinter jeder Ecke kulturelle Highlights abseits der Touristenmeilen. Mit meinen soliden Spanischkenntnissen traf ich bei den Mallorquinern auf positiv überraschte Gesichter, allerdings kommt man auch mit Deutsch gut zurecht.

Boulevard Born in Palma

Es Baluard: Museum für moderne und zeitgenössische Kunst

Rasch entdeckte ich das Es Baluard, das Museum für moderne und zeitgenössische Kunst, das sich in der Plaça Porta de Santa Catalina befindet und in einer alten Bastei errichtet wurde. Der moderne Gebäudeteil wird umgeben von Festungsmauern. Allein schon das Ambiente ist toll. Neben den zahlreichen Werken von Miró, Hans Hartung, Jean Fautrier und anderen Malern der Moderne bietet sich von mehreren Galerien aus ein toller Blick über die Stadt und die berühmte imposante Kathedrale „La Seu“ – so nennen die Einwohner Mallorcas auf Katalanisch ihre berühmte Kirche.

Paseo Maritimo in Palma de Mallorca

La Seu: das Wahrzeichen von Mallorca

Nach meinem spontanen Besuch im Es Baluard machte ich mich auf den Weg zur Kathedrale, die ich von der Galerie aus erblickt hatte. Die Kathedrale liegt in der Carrer del Palau Reial und ist schon von außen wunderschön zu betrachten. Als ich die Kathedrale aber betrat, staunte ich über die farbenprächtigen Kirchenfenster und geriet angesichts all der Höhen und gotisch-spitzen Türme in Ehrfurcht. Die Kirche hatte über die Jahrhunderte hinweg viele Baumaßnahmen und Umgestaltungen erlebt, sodass sich dem heutigen Betrachter ein faszinierender Mix verschiedener Baustile bietet. Fasziniert von den schwungvollen Dekorelementen des berühmten Jugendstil-Architekten Gaudí und den filigranen Keramikmalereien von Miquel Barceló, vergaß ich beinah die Zeit.

Kathedrale La Seu in Palma de Mallorca

Auf dem weitläufigen Vorplatz der Kathedrale leuchten surreal wirkende, blau-schwarze Malereien auf einer Keramikwand. Der berühmte Maler Joan Miró, bekannt für seine surrealistischen und dadaistischen Werke, lebte auf Mallorca und hinterließ vielerorts seine Spuren. Wer sich für den fantasievollen Künstler interessiert, sollte es nicht verpassen, der Stiftung Fundació Pilar i Joan Miró a Mallorca einen Besuch abzustatten, die in der Nahe gelegenen Kleinstadt Cala Major zu finden ist. In Cala Major liegt auch eine herrliche Meeresbucht, an der man nach dem Besuch die vielen Eindrücke des Tages verarbeiten kann.

Fundació Pilar i Joan Miró a Mallorca

In Cala Major, im Südwesten Mallorcas, liegt eine der schönsten Buchten der Baleareninsel. Sogar die spanische Königsfamilie besitzt hier eine Sommerresidenz. Der beliebte Ferienort ist von Palma aus innerhalb einer halben Stunde mit öffentlichen Verkehrsmitteln gut erreichbar. In Cala Major hatte Joan Miró sein Atelier und lebte hier bis zu seinem Tod 1983. Bilder, Zeichnungen, Skulpturen und persönliche Dokumente geben einen faszinierenden Überblick über das Lebenswerk des Künstlers.

Arabisches Bad in Palma de Mallorca

Strand in Palma de Mallorca nahe Playa de Palma

Orientalisches Flair auf den Balearen genießen

Die gesamte Altstadt Palma de Mallorcas erinnert an die arabische Vergangenheit der Insel. Besonders die maurischen Bäder in der Carrer del Pare Rafael Serra zeugen als einziges komplett erhaltenes Gebäude jener Zeit noch heute von der einstigen orientalischen Herrschaft. Ein Besuch in einem der vielen Cafés im Zentrum der Stadt ist immer eine gute Gelegenheit, den gesammelten Eindrücken nachzuhängen. Das Forn de Theatre an der Plaza Weyler ist das älteste und beliebteste Café der Stadt. Tagsüber kann man hier bei einem leckeren Café con leche und den gefüllten Teigtaschen Empanadas das bunte Treiben der Stadt beobachten, abends die typischen Tapas genießen. Auch ich kehrte nach den ganzen neuen Eindrücken der letzten ereignisreichen Tage im Forn de Theatre ein und lies meinen Kurztrip bei einem guten Glas Rotwein, Speckpflaumen und Hühnchen ausklingen.

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