Lissabon: Unterwegs auf sieben Hügeln

Lissabon verzaubert durch verwinkelte Gassenund tolle Sehenswürdigkeiten. Ich habe die portugiesische Hauptstadt innerhalb von drei Tagen in vollen Zügen genossen – und wäre so gerne länger geblieben!

Alfama: quer durch die verwinkelte Altstadt

Stadtviertel Alfama

Am ersten Tag bin ich einfach kreuz und quer durch die verwinkelten Gassen des Altstadt-Viertels gezogen. Hierfür ist der Ausdruck „labyrinthisch“ treffend. Innerhalb kürzester Zeit hatte ich komplett die Orientierung verloren und bummelte einfach weiter. Die engen, lieblichen Gassen entlang zu schlendern, ist ganz einfach faszinierend. Nachdem ich wieder eine der größeren Straßen erreicht hatte, nahm ich mir fest vor, bald wieder in das stimmungsvolle Gassengewirr der Alfama einzutauchen. Am besten abends: Denn das Viertel ist auch berühmt für die vielen kleinen Bars und Fado-Lokale, in denen Bands diese traditionelle melancholische Musik zum Besten geben.

Mit dem Aufzug in die Oberstadt

Aufzug Santa Justa

Lissabon liegt auf sieben Hügeln. Da geht es manchmal ziemlich steil auf und ab. Kein Wunder, dass sich die findigen Konstrukteure der Stadt vor über 100 Jahren so originelle Gefährte wie Standseilbahnen und öffentliche Aufzüge ausgedacht haben. Aus dem Jahr 1902 stammt etwa der filigrane Aufzug Elevador de Santa Justa. Zu erreichen in der Rua Santa Justa nahe der Metrostation Baixa-Chiado. Ein Schüler des französischen Architekten Gustave Eiffel schuf das stählerne Gerüst mit seinen neugotischen Verzierungen. Das Beste: Der Aufzug ist noch in Betrieb! Wer also von der Unterstadt Baixa in die Oberstadt Bairro Alto gelangen möchte, kann diesen stimmungsvollen Weg hinauf wählen. Nachdem ich die Schlange vor dem Eingang hinter mir gelassen hatte, konnte ich in die holzgetäfelte Kabine treten. Die Ausstattung mit Holz, Messing und Spiegeln lässt einen atmosphärisch in vergangene Zeiten abtauchen. Von der oberen Plattform bietet sich ein wirklich schöner Blick auf das Dächer Meer und auf die Fußgängerzone, die sich unmittelbar zu Füßen des Elevadors erstreckt.

Knallgelbe Standseilbahnen

Ebenso originell sind die Standseilbahnen Lissabons. Die historischen Bahnen verbinden wie der Aufzug Ober- mit Unterstadt. Ein schönes Beispiel ist etwa der Elevador da Bica, der auf einer Länge von 260 m eine Höhe von 45 m überwindet. Knallgelb sind die alten Wagen lackiert und die Kabinen sind noch komplett aus Holz. Wenn dann diese urigen Bahnen ganz nah an den alten Fassaden entlang ächzen, ist das ein atmosphärisch intensives Erlebnis. Abfahrtstation: am Largo do Calhariz in der Oberstadt.

Nostalgische Tram 28 in Lissabon

Eine Fahrt mit der legendären Straßenbahn 28

Ich hatte Glück: Ich bekam sogar einen Sitzplatz! Das ist keine Selbstverständlichkeit bei der historischen Straßenbahn 28. Die Linie gehört nämlich zu den Touristenattraktionen Lissabons. Eine Tour in den alten Wagen mit der markanten gelben Lackierung macht viel Spaß und gehörte für mich zu den stimmungsvollsten Erlebnissen in Lissabon. Manchmal fährt die Bahn so nah an den Häusern vorbei, dass man den Abrieb an den Mauern erkennen kann. Ich bin einmal hin und wieder zurückgefahren. Und immer, wenn eine „28“ bimmelnd an mir vorbeifuhr, habe ich mich über das gelb leuchtende Bähnchen gefreut.
Adresse:
Largo Martim Moniz (Anfangshaltestelle) bis Cemitério dos Prazeres (Endhaltestelle)

Belem Hochgenüsse in der Casa Pasteis de Belem

Puddingtörtchen

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Warme Puddingtörtchen mit Zimt und Zucker sind die leckersten Törtchen der Welt. Die traditionellen Küchlein Lissabons heißen Pastel de Nata. Sie schmecken so gut, dass allein sie schon ein Grund sind, nach Lissabon zu fahren. Die beste Bäckerei der Stadt, das Casa Pasteis de Belem, liegt in der Nähe von Sehenswürdigkeiten wie dem Torre de Belem, dem spätgotischen Hieronymus-Kloster oder dem Seefahrerdenkmal. Nach dem Besichtigungsprogramm setzte ich mich in das Café des Casa Pasteis de Belem und genoss eines der köstlichen Küchlein. Das Viertel Belem befindet sich westlich des Zentrums und ist mit Straßenbahnen oder Bussen schnell erreicht.
Adresse: Rua Belém 84, Haltestelle Belém-Hierónymos.

Expo-Park und Aquarium

Blick auf das Expo-Gelände

Die modernde Seite Lissabons zeigt sich vor allem im Park der Nationen, dem Gelände der Expo 1998. Ich fuhr mit einer Gondelbahn an den futuristischen Gebäuden vorbei und genoss einen Spaziergang auf der Promenade.

"Oceanario" Aquarium Lissabon

Besonders gut gefallen hat mir an diesem Tag der Besuch im dort liegenden Aquarium. Es ist das zweitgrößte seiner Art weltweit.

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