Kreta: Die vielen Gesichter der griechischen Insel

Mit bis zu über 2000 Meter hohen Bergen überragt Kreta das Meer der Ägais. Drei große Gebirge – Ida-, Diktigebirge und die Weißen Berge – prägen das charakteristische Antlitz der Insel. Sandige Strände und idyllische Hafenorte sind auf der vielfältigen Insel ebenso zu finden wie historische Städte und Kulturschätze.

Heraklion: Auf den Spuren des Altertums in der Hauptstadt Kretas

Heraklion (Iráklion), die Hauptstadt Kretas, ist geprägt von einer turbulenten Vergangenheit. Vor den zahlreichen Fremdbesetzungen erschufen hier die Minoer eine der ältesten europäischen Hochkulturen. Das Archäologische Museum zeigt weltweit einzigartig die meisten Exponate aus minoischer Zeit, die einen Eindruck vom Alltagsleben vor über 3500 Jahren geben. Es werden außerdem einige Teile alter Wandmalereien aus dem etwa fünf Kilometer entfernten und berühmten Palast von Knossós ausgestellt.

Innenarchitektur des Palasts von Knossos, Heraklion, Kreta

Venezianische Festung Koules in Heraklion, Kreta

Archäologisches Museum Heraklion:  Xanthoudidou 1, 71202 Heraklion.

Der minoische Palast von Knossós

Palast von Knossos auf Kreta, Griechenland

Die antiken Ruinen des prachtvollen Palasts von Knossós zählen zum Unesco-Weltkulturerbe und gehören zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten auf Kreta. Der fast über 1500 Räume fassende, ehemalige Palastkomplex wurde von den Minoern errichtet und erst Ende des 19. Jahrhunderts entdeckt. Labyrinthartige Flure im Innern des Palasts sind ein auffälliges Baumerkmal. Die berühmte Sage des Minotaurus verleiht den Ruinen mystisches Flair. Von Heraklion aus erreicht man mit der Stadtbuslinie 2 Knossos in kurzer Zeit.

Réthymno: Treffpunkt der Kulturen und Baustile

Nachtlichter am venezianischen Hafen von Rethymno, Kreta

Venezianischer Brunnen in Rethymno, Kreta

Die bekannte Hafenstadt Réthymno ist Kretas drittgrößte Stadt. Als wohl am besten erhaltene Renaissancestadt wartet die Altstadt mit einer imposanten Mixtur aus venezianischer Architektur und byzantinischen Baudenkmälern auf. Der Sage nach ist Réthymno übrigens der Geburtsort von Göttervater Zeus.

Traditionsstadt Rethymno auf Kreta, Griechenland

Authentische kretische Küche in der Taverne Kyria Maria

Käsekuchen mit Honig

Griechische Getränke und Fisch am Hafen

Nahe dem  liegt etwas abseits des Trubels im Herzen der Altstadt von Réthymno die gemütliche Taverne Kyria Maria. Weiße Holzstühle und -tische und die authentische kretische Küche der freundlichen Inhaberin verführen zur längeren Rast. Zur Krönung des Essens gibt es zum Nachtisch etwa Käsekuchen mit Honig und einen Raki dazu.
Taverne Kyria Maria: Mosxovitou 20, 74100 Réthymno.

Der Venezianische Hafen von Réthymno

Venezianischer Leuchtturm am Hafen von Rethymno, Kreta

Nach einem Spaziergang durch die Altstadt von Réthymno erreicht man über die Arkadiou Straße  den malerischen venezianischen Hafen. Bauten wie der Leuchtturm oder die prächtigen Hausbauten mit aufwendig verzierten Portalen und Balkonen stammen aus venezianischer Zeit und wurden von den Türken später umgebaut bzw. erneuert. Die eindrucksvolle Kulisse des Hafens mit historischer Architektur und vielen Jachten wird vervollständigt von Tavernen, die zur gemütlichen Rast einladen.

Elounda: Entspannung am idyllischen Kolokytha Beach

Einsamer Strand auf Kreta, Griechenland

Knapp 70 Kilometer von Heraklion entfernt liegt die einst bedeutende Hafenstadt Elounda. Der nahegelegene und etwas versteckt liegende Strand Kolokytha Beach gehört definitiv zu den schönsten Stränden und Buchten der Insel. Statt des Trubels von Strandbars oder Restaurants kann man hier in Ruhe die Stille und das Plätschern der Meereswogen genießen. Das kristallklare Wasser verlockt zum Schwimmen, die unbewohnte Insel Spinalonga  ist nur einen kurzen Ausflug mit dem Boot entfernt.

Samaria-Schlucht: Wandern in Kretas wildem Südwesten

Wilde Ziegen in der Schlucht von Samaria, Kreta
Samaria Schlucht auf Kreta, Griechenland

In Kretas Südwesten liegt mit etwa 17 Kilometern Länge die beeindruckende Samaria-Schlucht, eingebettet in den Weißen Bergen. Sie ist während der Hochsaison ein echtes Highlight für geübte Wanderer und Naturliebhaber. Steile Felswände und enge Passierstellen, die an der „eisernen Pforte“ nur etwa vier Meter breit sind, sorgen für aufregende Ausblicke und sportliche Herausforderungen. Nach einer mehrstündigen Wanderung erreicht man den Nationalpark Agia Roumeli, der mit seiner gewaltigen Natur und wilder Ursprünglichkeit jegliche Mühsal vergessen macht.

Tipp: Zutritt zur Samaria-Schlucht wird nur in der Zeit von Mai bis Oktober gewährt. Unbedingt schon Frühmorgens starten, da es in der Schlucht mittags sehr heiß wird, und auf festes Schuhwerk achten.

Palmenstrand Vai: Ausflug in die griechische Karibik

Palmenstrand Vai Beach auf Kreta, Griechenland

Im Osten Kretas befindet sich der beliebte Palmenstrand von Vai. Zahlreiche kretische Dattelpalmen vereinen sich hier zu einem natürlich gewachsenen Palmenhain, der den karibisch anmutenden Strand umrahmt. Nachdem die Gegend in den 1970er Jahren eine Art Hippie-Hochburg und starken Umweltzerstörungen ausgesetzt war, ist der Palmenstrand heute ein Naturschutzgebiet, von dem nur noch ein kleiner Teil am Strand begehbar ist.

 

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